Sorgenliste der Europäer wird von der Wirtschaftskrise dominiert

Freitag, 08. Mai 2009
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Die Themen Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Stabilität führen die Top Ten der Gfk-Studie "Challenges of Europe" sowohl für Deutschland als auch für Europa an. Das Marktforschungsinstitut befragte Verbraucher unter anderem in Deutschland, Italien und Russland, welche Aufgaben in ihrem Land am dringendsten gelöst werden müssen. Dieses Jahr dominieren eindeutig durch die Wirtschaftskrise bedingte Probleme die Agenda. In Deutschland ist damit die Arbeitsmarktproblematik mit 57 Prozent wieder auf den ersten Platz gerückt. Im vergangenen Jahr belegte das Thema noch den zweiten Rang. Nachdem die Bundesbürger 2008 das Thema der "wirtschaftliche Stabilität" auf Platz 15 verwiesen, ist es in diesem Jahr mit 36 Prozent auf Platz zwei rasant in die Top Ten zurückgekehrt. Als Grund dafür nennen 13 Prozent der Deutschen konkret die Finanz- und Bankenkrise und 11 Prozent die Wirtschaftskrise. Als drittgrößte Herausforderung wird bundesweit die Bildungspolitik angesehen. Hier trägt die Diskussion um die Pisastudie zur Verunsicherung bei. Es folgen die Themen "Preis-/Kaufentwicklung" und "Soziale Sicherung".

Wie in Deutschland führen die Themen "Arbeitslosigkeit" mit 39 Prozent und "wirtschaftliche Stabilität" mit 29 Prozent das Sorgenranking der Europäer an. Als drittes folgt allerdings die Besorgnis um die Preis-/Kaufentwicklung mit 22 Prozent. Die Forderung, Kriminalität verstärkt zu bekämpfen, ist auf Platz vier gerutscht. In Italien dagegen ist Verbrechensbekämpfung mit 41 Prozent weiterhin ein Hauptproblem aus Sicht der Bürger. Kriminalität belegt im italienischen Sorgenranking Platz zwei. Den fünften Rang von "Herausforderungen in Europa 2009" belegt das Thema "Renten/Altersversorgung" mit 8 Prozent. nk
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