Sodastream nutzt Super Bowl für Angriff auf Pepsi und Coca-Cola

Freitag, 04. Januar 2013
Sodastream attackiert die Getränkeindustrie
Sodastream attackiert die Getränkeindustrie

Erstmals in der Geschichte des Super Bowl nimmt ein israelisches Unternehmen am werblichen Wettkampf im Finale der US-amerikanischen Football-Liga teil. Sodastream tritt dabei speziell gegen Coca-Cola und Pepsi an und will den Konkurrenten mit einer Variation seines in Großbritannien verbotenen TV-Spots den Umsatzhahn abdrehen.
Das Endspiel der National Football League (NFL) am 3. Februar nutzt der Hersteller von Wassersprudlern zugleich als Startschuss für eine globale TV-Kampagne. Sie basiert laut Henner Rinsche, Sodastream-Geschäftsführer für Deutschland und Österreich, auf der aktuellen Kampagnenidee zum Thema Müllvermeidung. Der von Werbelegende Alex Bogusky kreierte TV-Spot zum Thema Umweltschutz läuft derzeit auf Eurosport in deutscher Fassung. Bei der Super-Bowl-Version will sich Rinsche ganz von der "Jetzt-Erst-Recht-Mentalität" des Unternehmens leiten lassen. Daher werde dieser Spot voraussichtlich noch "provokanter" sein. Hierzulande üben die Israelis zusätzlichen Werbedruck aus.

Sodastream, das seinen Einzelhandelsumsatz mit den Sprudlern nach Angaben Rinsches 2012 in Deutschland um 108 Prozent gesteigert hat, verdoppelt sein Werbebudget auf einen hohen einstelligen Netto-Millionenbetrag. Der fließt bereits jetzt in Print- und Internetwerbung, die vor allem auf die positiven Ergebnisse in Tests hinweist und auf den Sprudler mit Glaskaraffe abhebt, der bessere Geschmackresultate der Getränke verspricht als Sprudler mit herkömmlichen Kunststoffflaschen. Angesichts der Absatzerfolge des vergangenen Jahres habe Sodastream, wie Rinsche sagt, "richtig Blut geleckt" und will die Zahl der 1,5 Millionen deutschen Haushalte, die die Sprudler im Einsatz haben, noch einmal deutlich erhöhen. fo
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