Social Media Marketing: Medien und Mode liegen vorne / Agenturen sehen Nachholbedarf

Donnerstag, 17. März 2011
57 Prozent des SMM-Budgets fließt in Soziale Netzwerke wie Facebook
57 Prozent des SMM-Budgets fließt in Soziale Netzwerke wie Facebook
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Mode Zulasten Marketingbudget Nachholbedarf Facebook Groupon


Immer mehr Vernetzung: Unternehmen, die Social Media Marketing (SMM) betreiben, werden ihre entsprechenden Budgets bis 2014 verdreifachen - teilweise zulasten der Online- sowie der klassischen Werbung. Bisher haben Social Media einen Anteil von 5,6 Prozent am Marketingbudget. Dies sind Ergebnisse einer Online-Umfrage der Hamburger Unternehmensberatung Schickler unter 150 Experten in deutschen Social-Media-Agenturen. Noch hinzuzurechnen sind Maßnahmen, die ohne explizites Budget umgesetzt werden - etwa von Mitarbeitern angelegte Fanpages - und Aktivitäten anderer Unternehmensbereiche, etwa PR und Personalrecruiting.

Der größte Anteil (57 Prozent) des SMM-Budgets wird in diesem Jahr in Soziale Netzwerke wie Facebook fließen; es folgen Bewertungs- und Empfehlungsportale (18 Prozent) und Themen-Communities (11 Prozent). Die wichtigsten Ziele dabei sind laut Studie Image- und Markenpflege (52 Prozent) sowie Kundenkommunikation (33 Prozent). Nur 5 Prozent halten dagegen Abverkaufsziele für wichtig - was etwas über die Marketing-Orientierung der befragten Agenturen aussagt und außerdem Aggregatoren wie Groupon das Feld eröffnet.

Vorreiter in Sachen SMM sind die Medien (24 Prozent Zustimmung), wohl eher wegen der geringen Berührungsängste der Redaktionen als wegen der (niedrigen) Budgets. Es folgen unter anderem Mode (15 Prozent) und Unterhaltungselektronik (12 Prozent). Die Prognose passt nach Ansicht der Studienautoren zum ausgeprägten Online-Informationsverhalten in diesen Branchen. Ebenfalls bei 12 Prozent SMM-Affinität liegen die Auto- und Food-Branche.

Wo im Unternehmen sollte die Verantwortung für SMM liegen? 39 Prozent der Agenturen plädieren dafür, dass ein eigener Bereich alle Aktivitäten ressortübergreifend steuert. Weniger Nennungen gibt es für Unternehmenskommunikation/PR (28 Prozent), Marketing/Werbung (22 Prozent) und Vorstand/Geschäftsführung (11 Prozent). Am meisten (jeweils 22 Prozent) vermissen die Agenturen bei ihren aktiven Kunden die Bereitschaft zum kritischen Verbraucherdialog sowie SMM-Kompetenzen. Letzteres halten die Agenturen für den Erfolg jedoch für kaum (7 Prozent) wichtig - denn wofür gibt es schließlich sie als Dienstleister? rp
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