Smartphone-Auslieferungen in 2011: Apple fulminant, Nokia bricht ein

Mittwoch, 07. September 2011
Quelle: Digitmes Research, September 2011
Quelle: Digitmes Research, September 2011

Apple wird am Ende des Jahres weltweit mehr Smartphones ausgeliefert haben als Nokia. Zu diesem Ergebnis kommt der taiwanesische Branchendienst Digitimes in einer eigenen Erhebung. Ganz überraschend kommt der Befund nicht: Der US-Marktforscher Strategy Analytics hatten bereits gemeldet, dass der kalifornische Superstar von April bis Juni 2011 mehr Smartphones an den Mann gebracht hat als der einstige Platzhirsch aus Finnland.

In der Nokia-Zentrale wird kaum noch jemand ernsthaft geglaubt haben, Apple in den Smartphone-Verkäufen auf Distanz halten zu können. Nervös dürfte die Manager des Konzerns aus Espoo jedoch machen, dass Nokias Absatz von Smartphones nach den Berechnungen von Digitimes weltweit um 25,8 Prozent einbrechen wird. Kein anderer der untersuchten Handyhersteller muss voraussichtlich einen solchen Verlust hinnehmen. Zwar reicht es noch zum zweiten Platz unter den weltgrößten Smartphone-Produzenten, aber die Konkurrenz holt auf.

Nokias Misere in Zahlen ausgedrückt: Das Unternehmen wird in in diesem Jahr 74,4 Millionen Geräte ausliefern, demgegenüber stehen 86,4 Millionen iPhones. Apple kann damit den Absatz seines Kult-Telefons gegenüber 2010 um großartige 82 Prozent steigern. Dennoch verbucht der Konzern aus Cupertino nicht die größet Steigerung: Diese Ehre wird dem chinesischen Anbieter Huawei zuteil, der ganze 484 Prozent zulegen wird. Die Gründe hierfür sieht Digitimes im wachsenden Bedarf der Chinesen nach Android-Geräten, den engen Verbindungen Huaweis mit örtlichen Mobilfunkanbietern sowie der Niedrigpreispolitik des Unternehmens. Allerdings bewegt sich der Telekommunikationskonzern aus dem Reich der Mitte in kleineren Dimensionen als Apple. Huawei wird in 2011 voraussichtlich 14,3 Millionen Smartphones ausliefern.

Auch Samsung kommt in dem Ranking von Digitimes gut weg: Die Koreaner steigern ihren Smartphone-Absatz demnach um 191 Prozent auf 67 Millionen Einheiten. Damit schickt sich das Unternehmen an, Nokia seinen Silberrang streitig zu machen.

Weltweit werden im Jahre 2011 insgesamt 462 Millionen Smartphones ausgeliefert werden, hat Digitimes ausgerechnet. Das bedeutet  ein Wachstum von 60 Prozent gegenüber 2010, als noch 288 Millionen Geräte die Werkshallen verließen. ire
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