Skurriler Protest: Sodastream schlägt gegen Zensur zurück

Freitag, 30. November 2012
Weiße Botschaft auf weißem Screen - der Protestspot von Sodastream
Weiße Botschaft auf weißem Screen - der Protestspot von Sodastream

Mit einem Interims-Spot reagiert Sodastream auf das Ausstrahlungsverbot seiner weltweiten TV-Kampagne im britischen Fernsehen. "Bubble Blackout" heißt der Übergangs-Fernsehspot, der per QR-Code auf die verbannte Kampagne hinweist, die nun auf dem Youtube-Kanal des Herstellers von Trinkwassersprudlern zu sehen ist. Das Verbot der Kampagne hat Clearcast ausgesprochen, eine von den großen TV-Sendern finanzierte Organisation, die Commercials auf ihre Sendetauglicheit hin prüft. Ihrer Meinung nach verunglimpfe die Kampagne die Getränkeindustrie. In der von Werbeveteran Alex Bogusky kreierten Kampagne "The Sodastreameffect - set the Bubbles free" (siehe unten) lösen sich bei jedem Druck auf ein Gerät des israelischen Herstellers haufenweise Plastikflaschen in Luft auf. Damit will Sodastream auf den PET-Müll hinweisen, der sich durch seine Produkte vermeiden ließe. Mit der Werbung schwärzt das Unternehmen nach Ansicht von Clearcast die Softdrinkhersteller an.

Sodastream hält das TV-Verbot für "lächerlich" und "absurd" und hat eine Beschwerde eingelegt. Über deren Berechtigung wird am Montag endgültig entschieden. Bis dahin läuft der "Bubble Blackout"-Spot, der vor allem zeigen soll: Sodastream lässt sich den Mund nicht verbieten. Der inhouse entwickelte 30-Sekünder ist schwarz und mit der Musik des Originalspots unterlegt. Der neue Slogan heißt "If you love the bubbles set them free", gefolgt vom Sodastream-Logo. In der dritten und finalen Einstellung erscheint das Youtube-Logo mit dem Text "The Sodastream Effect" und dem QR-Code für den verbotenen Spot. fo
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