Skepsis gegenüber vergleichender Werbung

Mittwoch, 19. Juli 2000

Werbende Unternehmen sind weitaus kritischer und konservativer, wenn es um den Einsatz von vergleichender Werbung geht, als Agenturen. Das ergab eine Befragung von 300 Entscheidern aus Werbeagenturen und werbenden Unternehmen. Durchgeführt wurde die Studie innerhalb eines Seminars für Empirische Forschung und Quantitative Unternehmensplanung der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sowohl bei Agenturen als auch bei Unternehmen haben ungefähr jeweils ein Fünftel bereits vergleichende Werbung eingesetzt. Den Erfolg bewerten die Agenturen durchaus positiv, während sich ein Großteil der Unternehmen nicht äußert oder sich skeptisch zeigt. Bei Werbemittlern und Werbungtreibenden werden bevorzugt Printmedien für diese Werbeform eingesetzt. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass bisher nur wenig vergleichend geworben wurde. Prozentual gesehen lehnen deutlich mehr Unternehmen den zukünftigen Einsatz von vergleichender Werbung ab als es die Agenturen tun. Probleme der Rechtsunsicherheit, mögliche Imageschäden und fehlende Glaubwürdigkeit sind die Begründungen für die Zurückhaltung.
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