Sixt muss 100.000 Euro an Oskar Lafontaine zahlen

Mittwoch, 10. November 2004

Der Autovermieter Sixt muss dem früheren SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine 100.000 Euro zahlen, weil das Unternehmen 1999 das Bild des Politikers ohne dessen Erlaubnis für Werbung eingesetzt hat. Mit dem Urteil hat jetzt das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg eine entsprechende Entscheidung der ersten Instanz bestätigt; damit wird das Urteil rechtskräftig.

Sixt hatte kurz nach dem Abschied Lafontaines aus der Politik in einer Werbeanzeige ein Foto des Bundeskabinetts abgebildet und darin Lafontaine durchgestrichen. "Sixt verleast auch Autos für Mitarbeiter in der Probezeit", lautete der Claim aus der Feder von Jung von Matt, Hamburg. Die Höhe des Betrags orientiert sich laut Lafontaine-Anwalt Matthias Prinz an Honoraren, die andere Prominente für Werbeverträge erhalten. rp
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