Sinn Leffers geht zum Insolvenzrichter

Mittwoch, 06. August 2008
Krisenstimmung beim Hagener Unternehmen
Krisenstimmung beim Hagener Unternehmen

Nach der Kaufhauskette Hertie steckt nun auch der Textilhändler Sinn Leffers in einer schweren Krise. Das Hagener Unternehmen wird am morgigen Donnerstag ein sogenanntes Insolvenzplanverfahren in Eigenverantwortung beantragen, teilte es heute in einer Pressemitteilung mit und bestätigte damit entsprechende Presseberichte. "Der Insolvenzplan ermöglicht es, die Zerschlagung eines in die Krise geratenen Unternehmens zu vermeiden und eine Neustrukturierung zu ermöglichen", sagt Detlef Specovius, den das Unternehmen als Sanierungsexperten in die Geschäftsführung berufen hat. Ziel sei, die Bekleidungskette fortzuführen und zu sanieren. Die Mode-Kette beschäftigt derzeit rund 4.100 Mitarbeiter in 47 Filialen und erzielte 2007 einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro.

Sinn Leffers war 1997 aus den Textilunternehmen Sinn und Leffers entstanden. Im Jahr 2001 hat Karstadt-Quelle den Modefilialisten übernommen. Der Konzern, der heute unter dem Namen Arcandor firmiert, verkaufte die Bekleidungskette dann 2005 wieder. Seit Mai 2008 gehört das Unternehmen zu 100 Prozent der Deutsche Industrie Holding (DIH) mit Sitz in Frankfurt. "Wir streben keine Zerschlagung von Sinn Leffers an. Wir sind überzeugt, dass durch die Sanierung ein zukunftsfähiger Textileinzelhändler entstehen wird", sagt Peter Zühlsdorff, Geschäftsführender Gesellschafter der DIH. jh



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