Siemens rückt Handysparte unter die Dachmarke

Donnerstag, 05. August 2004

Der Münchner Siemens-Konzern kippt den eigenständigen Markennamen seiner Handysparte. Bereits in Kürze sollen die Mobiltelefone wieder unter der Brand Siemens und nicht mehr wie bislang unter Siemens Mobile vermarktet werden. Konzernsprecher Axel Schafmeister begründet dies mit der kürzlich verkündeten Zusammenlegung des Bereichs Mobile Phones mit der Festnetzsparte des Konzerns. "Der Begriff Mobile passt einfach nicht mehr zur Positionierung und zum Geschäft der neu formierten Sparte", so Schafmeister.

Eine Aussetzung laufender Werbekampagnen ist nicht geplant. Zwar soll im Markenauftritt mittelfristig der Begriff "Mobile" wegfallen, doch die bereits produzierten TV-Spots sollen zunächst weiterlaufen. Dasselbe gilt für die Sponsoring-Aktivitäten. Es gilt als wahrscheinlich, dass auf den Trikots von Vereinen wie Real Madrid in den nächsten Monaten noch das Siemens-Mobile-Logo zu sehen ist. "Das kann man nicht von heute auf morgen ändern", so Schafmeister. Mittelfristig sei aber eine Umstellung auf Siemens wahrscheinlich.

Die eigenständige Marke Siemens Mobile war vor vier Jahren mit einem millionenschweren Aufwand ins Leben gerufen worden. Damals wollte das Unternehmen mit der frischeren Markenpositionierung von Siemens Mobile jüngere Zielgruppen ansprechen. Von dieser Strategie hat sich der Handyhersteller aber mittlerweile verabschiedet. Bereits Anfang Juli hatte Niclas Friese-Greene, Vice President Marketing Communication Mobile Phones, in HORIZONT angekündigt, dass sich die Handysparte in Zukunft wieder stärker auf die Wurzeln des Siemens-Konzerns besinnen werde. "Während die Marke Siemens Mobile in den vergangenen Jahren sehr Lifestyle-orientiert war, rücken jetzt die Werte Qualität, Technik und Design in den Mittelpunkt", umschrieb Niclas Friese-Greene die Neuausrichtung. mas
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