Sieger Bayern, zweiter Sieger Dortmund: So gratulieren Adidas, Opel und Co.

Montag, 27. Mai 2013
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Was war das für eine packende Partie am Samstag: Bayern München und Borussia Dortmund verlangten sich im Finale der Champions League alles ab - am Ende standen die Bayern nach einem 2:1 als glücklicher Sieger da. Werbung für den deutschen Fußball sei das Spiel gewesen, sind sich die Beobachter aus dem In- und Ausland einig. Doch auch die Sponsoren der beiden Clubs profitierten von der einzigartigen Aufmerksamkeit rund um das Finale von London. Grund genug, sich nach dem Spiel bei den Vereinspartnern zu bedanken. Wie, zeigt HORIZONT.NET. Einer der Männer des Spiels war sicherlich Bastian Schweinsteiger. Der 26-Jährige hatte 2010 und 2012 mit dem FC Bayern München bereits Champions-League-Endspiele verloren, im vergangenen Jahr avancierte er gar zur tragischen Figur, als er seinen Elfmeter in der Partie gegen Chelsea an den Pfosten setzte und so den Sieg der Engländer einleitete. Mit dem Sieg am Samstag dürfte all das vergessen sein, wie Adidas in der großformatigen Anzeige suggeriert. Mit Sicherheit: Wer "Schweini" nach dem Spiel mit der Champions-League-Trophäe über den Londoner Rasen tanzen sah, der ahnte, welche Last von ihm abgefallen war.

Die Anzeige erschien in der "Bild am Sonntag" und ist außerdem als animierte Version in diversen Adidas-Stores zu sehen. Die Kreation stammt von der Agentur Dieckertschmidt, Berlin.

Update

(Bild: Adidas)
(Bild: Adidas)
Am Siegestor in München prangte vom Abpfiff bis ca. 1.30 Uhr in der Nacht die Projektion "Finally Dahoam" - damit spielten Adidas und die Agentur auf das verlorene "Finale Dahoam" aus dem letzten Jahr an (siehe Bild rechts). Wie gesagt: Diese Schmach dürfte nun getilgt sein. Übrigens: Wie Adidas mitteilt, wird das Unternehmen im Jahr 2013 über eine Million Bayern-Trikots verkauft haben.

In Vorbereitung der Bayern auf das Finale steuerten die Münchner Philharmoniker ihren Teil bei, indem das Orchester berühmte Schlagwörter, wie das inoffizielle Vereinsmotto "Mia san mia", musikalisch aufbereitete. Der Deutschen Telekom, Trikotsponsor der Bayern, gefiel diese Idee so gut, dass sie die Video-Aufzeichnung des speziellen Konzerts kurzerhand in einen TV-Spot umfunktionierte. Für die Kreation zeichnet DDB Tribal verantwortlich, die Produktion übernahm Community Film.
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Als Airline-Partner der Bayern will es sich die Lufthansa natürlich nicht nehmen lassen, dem neuen Champions-League-Sieger zu gratulieren. Dei beiden sind bereits seit neun Jahren miteinander verbandelt. Die Lufthansa fliegt die Mannschaft per Sonderflug zu vielen Begegnungen der Bundesliga, im DFB-Pokal und bei internationalen Spielen wie zum Beispiel in der Champions League. Im Gegenzug gewährt der Verein Marketingleistungen wie Bandenwerbung bei Heimspielen, Banner auf fcbayern.de oder gemeinsame Aktionen mit Topspielern und dem Vorstand des FC Bayern München. Kreativ betreut wird die Lufthansa von Kolle Rebbe.
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Auch die Allianz reiht sich in den Gratulantenreigen ein. Der Namensgeber der Münchner Heimspielstätte freut sich natürlich mit seinem Vereinsgeber, ohne jedoch die nationale Dimension des Champions-League-Finales zu unterschlagen. Denn gewonnen habe, so heißt es in der Anzeige, schließlich ganz Deutschland. Das Motiv erschien am Montag im Sportteil der "Süddeutschen Zeitung". Nicht die einzige Maßnahme, die der Versicherungskonzern im Nachgang der Partie ergreift: Die Facebook-Seite der Allianz ziert ein großformatige Foto der rot erleuchteten Allianz-Arena. Die Werbung der Allianz besorgt Grey.
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Bwin sah den Sieg der Bayern bereits kommen: Der Wettanbieter, offizieller Premium-Partner des Clubs, notierte den Bayern-Sieg im Vorfeld mit einer Quote von 1,67. Zum Vergleich: Hätte die Borussia aus Dortmund gewonnen, hätte Bwin das 4,33-fache des Einsatzes ausgezahlt. Da es jedoch so kam wie von den meisten Wettenden erwartet, heißt es auf der Gratulationsanzeige von Bwin: "Mia san die Champions". Das Motiv erschien ebenfalls in der Montagsausgabe der "SZ".
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Die Kunst, traditionelle Werte mit innovativer Weitsicht zu kombinieren, verbinde den FC Bayern mit Hublot, wie der Schweizer Uhrenhersteller auf seiner Homepage verkündet. Entsprechend stolz ist man darauf, dass die Münchner nun quasi auch offiziell zu den Besten der Besten gehören. Gefeiert wird mit einer Anzeige in der "Süddeutschen"!. Auffällig: Hublot ist der einzige Vereinspartner der Bayern, die ihre Glückwünsche mit der Abbildung eines eigenen Produkts verbinden.
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In einer besonderen Zwickmühle steckte MAN vor der Partie: Der Maschinenbauhersteller stattet sowohl die Bayern als auch die Dortmunder mit Fahrzeugen aus, und durfte sich dementsprechend nicht auf eine Seite schlagen. Zugegeben, es gibt schlimmere Zwiespalte. Das Unternehmen mit Hauptsitz in München half sich denn auch sehr elegant aus der Affäre, indem es bereits im Vorfeld des Finales Anzeigen schaltete mit der Copy: "Kann man Münchner und Dortmunder gemeinsam zum Höhepunkt bringen? MAN kann." (siehe Galerie unten rechts). Außerdem gab es einen TV-Spot im selben Tenor.



In den Stunden vor dem großen Spiel kam MAN besonders groß raus: Der BVB führte in ganz London diverse Guerilla-Marketing-Aktionen durch, unter anderem fuhr ein gebrandeter Bus durch die englische Hauptstadt - gestellt natürlich vom offiziellen Fahrzeugausrüster des Vereins. Jetzt allerdings konzentriert sich MAN ganz auf den Sieger des Spiels und feiert die Münchner als den Club, der ganz Europa gezeigt habe, wer die Leserhosen anhat. Im Bereich Kreation arbeitet MAN mit Ogilvy zusammen.
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Evonik und Borussia Dortmund ist eine ganz besondere Liebesbeziehung. Der Essener Mischkonzern zeigt sich vor und nach großen Spielen der Dortmunder als treuer und kreativer Hauptsponsor, indem er regelmäßig das Spielergebnis mit humorigen Anzeigen würdigte. In der Agentur KNSK hat das Unternehmen dabei einen passenden Kreativpartner. Dieses Mal blieb Evonik allerdings die letzte große Gratulation verweht, stattdessen heißt es auf Facebook: "Herzlichen Glückwunsch, Jungs: Ihr habt gewonnen - jeden Tag neue Fans." Es wird mit Sicherheit nicht die letzte Anzeige dieser Art gewesen sein - zumal KNSK seit Kurzem auch Borussia Dortmund beim Markenaufbau unterstützt.
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Zuletzt brauchte man nach großen Erfolgen der Borussia nur bis drei zählen, bis auch Opel sich mit Glückwünschen zu Wort meldete - etwa nach dem Hinspiel im Champions-League-Halbfinale. Der Rüsselsheimer Autobauer ist seit Mitte des vergangenen Jahres Mitglied im Sponsorenpool der Dortmunder. Die grandiosen Auftritte des Vereinspartners auf internationaler Ebene dürften Balsam auf die geschundene Seele des angeschlagenen Unternehmens gewesen sein - doch am Ende steht die Erkenntnis, dass es nicht für ganz oben gereicht hat. Das Anzeigenmotiv, dass in der "Bild" erschien, wurde gestaltet von Scholz & Friends.


Flashmobs sind ein probates Mittel, um spontane Begeisterung hervorzurufen. Insofern hat Puma sicher das richtige Mittel gewählt, um die Dortmunder wenigstens ein wenig aufzuheitern. Als der Borussen-Tross am Londoner Flughafen Stansted eintraf, um die Heimreise anzutreten, sammelte sich in Eingangsbereich der Abflughalle eine vielköpfige Tanzformation. Von den Spielern zunächst beinahe unbemerkt, ziehen die Tänzer schließlich fast alle Blicke auf sich. Am Ende entfaltet sich über der Gruppe ein Banner mit der Aufschrift "We are proud of you" - und die Profis aupplaudieren brav. Mobil-Nutzer sehen das Video hier: http://www.youtube.com/watch?v=kdGT4ON0MnE ire
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