Sexaffäre: Ergo verschärft seine Compliance-Regeln

Donnerstag, 09. Juni 2011
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Ergo reagiert auf den Sex-Skandal bei der Vertriebstochter HMI mit einer Verschärfung der eigenen Compliance-Regeln. Künftig wird zudem die Compliance-Abteilung direkt beim Vorstandsvorsitzenden angesiedelt, die Vertriebseinheiten bekommen einen eigenen Compliance-Officer. Das hat heute der Aufsichtsrat des Düsseldorfer Versicherungsriesen beschlossen. Damit will die Munich-Re-Tochter ähnliche Exzesse wie auf der Budapester Sexparty vermeiden. "Was 2007 in Budapest geschah, ist völlig inakzeptabel", verurteilt Torsten Oletzky erneut die Geschehnisse. "Die heute beschlossenen Maßnahmen ergänzen die in den letzten Jahren eingeführten Regelwerke. Sie sollen sicherstellen, dass sich so etwas nicht wiederholen wird", erklärt der Vorstandsvorsitzender von Ergo.  So wird künftig die Compliance-Abteilung direkt in seinem Ressort angesiedelt und nicht mehr wie bisher in der Rechtsabteilung.

Die Arbeit des Compliance-Verantwortlichen für den Vertrieb wird künftig von einer neutralen und externen Instanz überprüft. Gleichzeitig können Mitarbeiter "Misstände und Auffälligkeiten", wie es in der Erklärung heißt, anonym an eine neutrale Stelle melden. Gleichzeitig weitet Ergo seinen Verhaltungskodex für die gesamte Unternehmensgruppe aus. Bislang sollten sich alle Beschäftigten - vom Pförtner bis zum Vorstand - ethisch und sozial korrekt verhalten. Was genau darunter zu verstehen ist, will die Ergo noch stärker konkretisieren. Zudem wird es neue Vorgaben für Incentives geben, die regelmäßig überprüft werden.  mir
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