Sega zündet Marketing-Feuerwerk zum Start der Dreamcast-Konsole

Mittwoch, 28. Juli 1999

Die langerwartete Einführung der Videospielkonsole Dreamcast in Europa und auf dem deutschen Markt wird am 23. September erfolgen. Der Druck auf Sega ist groß. Die Wettbewerber Sony und Nintendo sind mit Playstation beziehungsweise N64 an Sega vorbeigezogen. Marktführer Sony machte in Deutschland im Geschäftsjahr 1998 mit 470 Millionen Mark mehr Kasse, als Sega in den vergangenen fünf Jahren. Im selben Zeitraum kam Sega auf insgesamt 330 Millionen Mark. Thomas Zeitner, Geschäftsführer von Sega Deutschland: „Es ist zunächst nicht unser primäres Ziel, Sony und Nintendo einzuholen. Wir wollen stattdessen realistisch sein und aus Sega wieder ein profitables Unternehmen machen." Für die Einführung von Dreamcast wendet Sega weltweit einen dreistelligen Millionenetat auf, der von WCRS, London, gehalten wird. Für Deutschland zeichnet Rempen & Partner, Düsseldorf, verantwortlich. Neben TV-Spots, die ab 16. September auf allen wichtigen Sendern laufen, Print- und Bannerwerbung, wird Sega die Marke durch Sponsoringmaßnahmen stärken. Außer Engagements bei Champions-League-Mannschaften steht die Formel 1 ganz oben auf der Wunschliste. Zudem laufen Gespräche mit zwei Bundesligavereinen.
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