Scoyo sagt zweifelhaften Lernmethoden erneut den Kampf an

Freitag, 02. September 2011
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Scoyo zum Zweiten: Vor vier Wochen überraschte die E-Learning-Plattform mit zwei inhouse kreierten Spots, nun legt das Hamburger Unternehmen mit einem weiteren TV-Flight nach. Dabei bleibt Scoyo seiner humorvollen Strategie aus dem ersten Teil der Kampagne treu: Musste zuvor ein kleiner Junge unter dem Ehrgeiz seines Vaters leiden, sieht sich nun ein Mädchen den nicht gerade kindgerechten Methoden seiner Mutter ausgesetzt.


"Wenn du die Lösung weißt, darfst du ausspülen". Die Mutter in dem Spot ist nicht nur ehrgeizig, sie weiß sich auch fragwürdiger Druckmittel zu bedienen, um ihre Tochter zur Lösung einer auf den Badezimmerspiegel geschriebenen Rechenaufgabe zu bewegen. Wie man mit Zahnpasta-Schaum im Mund eine Antwort daher sagen soll, bleibt schleierhaft. Eines jedoch dürfte klar sein: Die kindliche Protagonistin des Badezimmer-Spots wird dank ihrer Frau Mama eine lebenslange Abneigung gegen Zahlen davon tragen.

Wie im ersten Teil der Kampagne möchte Scoyo nicht nur lernbegierige Kinder, sondern auch Eltern ködern. "Wir kennen das selber oft noch von früher", erklärt Scoyo-COO Daniel Bialecki anlässlich des Kampagnen-Starts Anfang August. "Unsere Eltern meinten es gut und taten ihr Bestes, gelegentlich fehlten ihnen aber die richtigen Mittel." Die richtigen Mittel soll der geneigte Zuschauer auf der Scoyo-Homepage finden, wo Übungsmaterial und Lernanleitungen von unteren Klassen bis zur Mittelstufe bereit liegen.

Dass Bialecki und sein Marketing-Chef Johann Laeschke selbst alles andere als mittellos sind, bewiesen sie bei der Konzeption der Kampagne: Die beiden Hamburger verzichteten auf die Unterstützung einer Kreativ-Agentur, sondern holten sich lediglich für die Regiearbeit die professionelle Hilfe des dänischen Duos Grøbert & Grøbert und ließen die Commercials bei Bears Calling in Hamburg produzieren. Flankiert werden die TV-Maßnahmen von Youtube-Virals, die nicht weniger skurille Situationen zwischen Vater und Sohn zeigen.



Seit dem Start der Kampagne habe sich die Markenbekanntheit der Super-RTL-Tochter Scoyo erhöht, freut sich Laeschke: "Die Resonanz ist sehr gut und wir sehen auch Reaktionen im Traffic nach Ausstrahlung der Spots. Jetzt heißt es die neue Ansprache weiter auszubauen, zu analysieren und vor allem der Zielgruppe weiter zuzuhören."

Auch der Badezimmer-Spot ist auf RTL, Super-RTL und Vox zu sehen. Im Januar kommenden Jahres soll ein Follow-Up der Kampagne an den Start gehen. ire
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