Schweiz will Werbung für Süßigkeiten und Chips einschränken

Montag, 05. November 2012
Auch die Milka-Kuh könnte von der Werbebeschränkung betroffen sein
Auch die Milka-Kuh könnte von der Werbebeschränkung betroffen sein

In der Schweiz wächst der Widerstand gegen Werbung, die sich an Kinder richtet. Der Schweizer Bundesrat soll künftig Werbung für Chips und Süßigkeiten einschränken können, wenn diese gezielt Heranwachsende anspricht. Das schlägt die Gesundheitskommission des Nationalrats nach einer Meldung der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) vor. 
Der Bundesrat soll vor allem dann gegen Werbung für Lebensmittel vorgehen können, wenn diese gesundheitlich problematische Nährstoffe wie gesättigte Fettsäuren, Zucker oder Salz enthalten. Die Kommission habe sich dabei an der Selbstverpflichtung von Unternehmen in der Nahrungsmittelindustrie orientiert.

Nach dem Willen der Kommission sollen zudem Lebensmittel mit Angaben zu Produktionsland, Sachbezeichnung sowie Zutaten versehen sein. Der Bundesrat soll für Ausnahmen klare Vorgaben erhalten. So soll nur bei stark verarbeiteten Lebensmitteln wie Eiscrème-Cornets oder Fertig-Pizza auf die Angabe des Produktionslands verzichtet werden können. Bei Zutaten soll der Bundesrat wie bisher die Möglichkeit haben, Ausnahmen zu erlauben, um den Handel mit der EU nicht zu behindern. mir
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