Schwacher November: Dem Werbemarkt geht zum Jahresende die Puste aus

Mittwoch, 14. Dezember 2011
Procter & Gamble ist nach wie vor der größte Werbungtreibende Deutschlands
Procter & Gamble ist nach wie vor der größte Werbungtreibende Deutschlands
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Werbemarkt Puste Media-Saturn Reckitt Benckiser Aldi Lidl EDEKA


Es hat sich abgezeichnet: Im Oktober startete der Werbemarkt noch verhalten ins letzte Quartal. Im November dreht er jetzt ins Minus. Insgesamt haben die Unternehmen im November brutto 2,7 Milliarden Euro in Werbung investiert. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Minus von 1,5 Prozent. Das geht aus der aktuellen Erhebung von Nielsen hervor. Insgesamt gesehen befindet sich der Markt noch im Plus. 23,2 Milliarden Euro brutto an Spendings bis November 2011 bedeuten im Jahresvergleich ein Wachstum von 3,4 Prozent. Erfreulich dabei: Nahezu alle Mediengattungen haben zugelegt.

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Mit Problemen haben nach wie vor die Zeitungen zu kämpfen. Sie mussten auf Nielsen-Basis  mit 4,6 Milliarden Euro ein Minus von 2,3 Prozent hinnehmen. Die Publikumstitel hingegen verzeichnen ein Plus von 1,8 Prozent, die Fachzeitschriften legen um 3,4 Prozent zu. TV mit knapp 10 Milliarden Euro ist nach wie vor der Branchenprimus. Allerdings beträgt das Plus gerade noch 1,7 Prozent.  Radio hingegen gewinnt in den Mediaplänen weiter an Bedeutung. Um 5,2 Prozent haben die Unternehmen in den elf Monaten des Jahres hier ihre Ausgaben gesteigert. Plakat (plus 11,8 Prozent), Kino (plus 20,8 Prozent) und Internet (plus 21,6 Prozent) wachsen hingegen weiterhin zweistellig.

Das zunehmend vorsichtige Agieren der Unternehmen spiegelt sich auch bei den Top 20 der werbungtreibenden Unternehmen, die HORIZONT.NET exklusiv vorliegen. Danach haben acht Unternehmen bis November ihren Werbedruck verringert. Allen voran die Händler. Damit setzt sich die bisherige Entwicklung des Jahres weiter fort. Aldi hat in den ersten elf Monaten des Jahren die Spendings um 33,4 Prozent verringert, Media-Saturn um 18,5 Prozent und Lidl um 11,3 Prozent. Edeka immerhin hält die Werbeausgaben mit 210 Millionen Euro immerhin stabil. Aber auch Konsumgüterhersteller wie Reckitt-Benckiser und Schwarzkopf-Henkel stehen derzeit kräftig auf der Bremse. Größter Werbungtreibende ist derzeit nach wie vor Procter & Gamble mit 531 Millionen Euro. Ob das bis Jahresende so bleibt, wird sich in den letzten beiden Wochend es Jahres noch zeigen. mir
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