Schröder und Eichel mahnen Fiat-Werbung ab

Montag, 13. Januar 2003

Das Kalkül von Fiat ist aufgegangen: Die Bundesregierung mahnt die aktuelle "Preis-Wert"-Kampagne des Automobilherstellers Fiat wegen "Verletzung der Persönlichkeitsrechte" ab und sorgt damit für die offenbar erwünschte begleitende PR zum Werbeauftritt (Agentur: Michael Conrad & Leo Burnett, Frankfurt). Fiat hat daraufhin eine Unterlassungserklärungen abgegeben.

Die deutsche Vertriebsgesellschaft des italienischen Automobilherstellers sowie die Fiat Bank ließen verlauten, man habe nur die allgemeine Stimmungslage in werbliche Motive umgesetzt, nehme aber zur Kenntnis, dass Schröder und Eichel auf diese Form der öffentlichen Diskussion mit rechtlichen Schritten reagierten. Fiat hat das politische Thema knapper Haushaltskassen und umstrittener Sparprogramme seit Anfang des Monats in Printmotiven mit Schröder und Eichel als unfreiwillige Testimonials sowie in Rundfunkspots mit Stimmenimmitatoren der Politiker aufgegriffen, um Finanzierungsangebote für Fiat-Modelle vorzustellen.
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