Schrei vor Glück: Zalando gewinnt den Deutschen Marketingpreis 2012

Dienstag, 23. Oktober 2012
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Die Preisverleihung findet zwar erst am 30. November statt, aber schon jetzt macht der Marketingverband den Preisträger öffentlich: In diesem Jahr geht der Deutsche Marketingpreis an den Mode- und Lifestyle-E-Commerce-Plattform Zalando. Das Berliner Unternehmen reiht sich damit in eine Liste von großen deutschen Traditionsmarken wie Schwarzkopf, Bosch, Deutsche Telekom und Lufthansa ein.
Ausschlaggebend für den Preis war wohl der rasante Aufbau der Kultmarke, die durch ihre von Jung von Matt kreierte Werbekampagne in Rekordzeit eine Markenbekanntheit von 95 Prozent erreichte. „Zalando zeigt eindrucksvoll, wie konsequentes Marketing den Erfolg eines jungen Unternehmens vorantreiben kann", sagt Michael Vagedes, der als Mitglied der Fachjury die Einreichungen zum Deutschen Marketing-Preis begutachtet hat. Der Marketingpreis wird von dem Verband seit 1973 verliehen und gilt als höchste Auszeichnung, die die Branche zu vergeben hat.

Im Interview mit HORIZONT nimmt CMO Christian Meermann Stellung zur Würdigung der Zalando-Markenarbeit.

Zalando ist eine vergleichsweise junge Marke. Trotzdem konnten Sie die Jury des Deutschen Marketing-Preises von Ihrer Qualität überzeugen. Wie sehr haben Sie sich gefreut und vielleicht wichtiger noch: Womit haben Sie das verdient?
Wir haben sozusagen geschrien vor Glück und wir schicken den Preis auch mit Sicherheit nicht zurück. Denn die Jury hat uns nicht nur wegen unserer lustigen TV-Spots gewürdigt, sondern weil es uns gelungen ist, in nur vier Jahren eine echte europäische Kultmarke aufzubauen und sie über einen konsequenten Performance-Ansatz zu steuern. Auf diese Leistung sind wir stolz und freuen uns, dass das auch von den anderen Kollegen der Marketing-Branche anerkannt wird.

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Das vollständige Interview mit Zalando-CMO Christian Meermann lesen Sie in der kommenden HORIZONT-Ausgabe 43/2012 vom 25. Oktober.

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Der Aufstieg zur Kultmarke hat ja auch viel damit zu tun, dass im E-Commerce meist nur der dominierende Marktführer auf ein profitables Geschäft hoffen kann. Wie weit sind Sie auf diesem Weg?
Zalando hatte von Anfang an ein klares Ziel: Wir wollen die wichtigste europäische Fashion-Lifestyle-Destination im Internet werden. Mittlerweile konnten wir uns in den wichtigsten europäischen Märkten etablieren und verfügen über ausgezeichnete Markenwerte. In unserem Gründungsland Deutschland liegen wird natürlich am weitesten vorne, aber die anderen Länder holen rapide auf. Insgesamt sind wir also auf einem ausgezeichneten Weg.

Ist dieser Erfolg vielleicht der Grund, weshalb Zalando laut Nielsen in diesem Jahr die Werbeausgaben drosselt?
Nein. Man sollte die Nielsen-Zahlen nicht überbewerten. Wir sind im Sommer 2011
zweigeleisig gefahren, weil wir gleichzeitig unsere neue Sportkollektion für Männer kommuniziert haben und bei unserer Hauptkampagne nicht reduzieren wollten. Das hat sich in den Spendings niedergeschlagen und ist mit der aktuellen Situation nicht vergleichbar. cam

Lesen Sie das vollständige Interview in der kommenden HORIZONT-Ausgabe 43/2012
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