Schönheits-OP statt Sex: Helena Rubinstein bewirbt Creme mit Uma-Thurman-Parodie

Freitag, 12. April 2013
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Der Spot vor zwei Jahren war ein echter Augenschmaus. In einer französischen TV-Kampagne für Schweppes lag Schauspielerin Uma Thurman als mondäne Lebedame auf ihrem Sofa und ließ sich von einem unerfahrenen Jungjournalisten interviewen. Als sie ihm gesteht, dass sie gerne bei jeder passenden Gelegenheit schweppt und es gerne auch mit ihm tun würde, kann sich der Medienmann nicht mehr beherrschen und will wissen, ob Schweppes möglicherweise für Sex steht. Jetzt greift die Kosmetikmarke Helena Rubinstein das doppeldeutigen Wortplänkel mit einer Parodie wieder auf. Der Onlinefilm für die neu entwickelte Créme Re-Plasty hält sich fast wortgenau an das Skript des von der Agentur Fred & Farid, Paris, kreierten Vorläufers. Wieder wird der Jungjournalist zu seinem knapp sechsminütigen Termin gescheucht und muss vor der Couch der Schauspielerin Platz nehmen. Allerdings redet die Darstellerin in der Rubinstein-Parodie nur pausenlos davon, dass sie gerne bei jeder sich bietenden Gelegenheit Re-Plasty betreibt. Was der zunehmend verwirrte Medienvertreter schließlich als Synonym für Schönheitschirurgie deutet.

Auch wenn das Missverständnis im Film dafür sorgt, dass der Journalist sofort von der wachsamen PR-Abteilung ausgebremst wird, geht es der werbenden Marke bei "The unexpected Project" genau um diesen Vergleich. Mit der Re-Plasty-Produktserie sollen die Anwenderinnen schließlich Verjüngungsergebnisse erzielen, ohne sich unter das Messer des Chirurgen zu legen. Der Werbeauftritt durch einen Online-Film folgt der Vermarktungstrategie des Unternehmens. Helena Rubinstein verkauft seine Produkte seit 2011 nur noch über einen eigenen E-Shop. cam

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