Schluss mit dem TV-Boykott: E-Plus-Marke Base kehrt mit Kolle Rebbe ins Werbefernsehen zurück

Freitag, 22. Januar 2010
Printmotiv von Kolle Rebbe für "Mein Base"
Printmotiv von Kolle Rebbe für "Mein Base"

Als E-Plus Anfang 2009 ankündigte, komplett aus der TV-Werbung auszusteigen, sorgte das für einigen Wirbel und eine heftige Debatte unter Media- und Marketingfachleuten. Jetzt dreht der Düsseldorfer Mobilfunker das Rad zurück - zumindest teilweise: Ab Februar wird zunächst die E-Plus-Marke Base wieder mit einem TV-Auftritt um Kunden werben. Entwickelt wird das Commercial diesmal von Kolle Rebbe in Hamburg. Die Agentur hat sich den Etat der Flatrate-Marke in einem Pitch  gesichert und tritt damit die Nachfolge von Jung von Matt/Neckar an. Die bisherige Lead-Agentur hatte die Zusammenarbeit mit Base vorzeitig beendet. Kolle Rebbe baut mit dem Etat-Gewinn sein bestehendes Geschäft mit der E-Plus-Gruppe weiter aus. Erst kürzlich hatte die Agentur auch den Etat der Discountmarke Simyo gewonnen. Bei der Mediaplanung und beim Einkauf von Werbezeiten arbeitet E-Plus mit Initiative, ebenfalls Hamburg, zusammen. 

Stephan F. Rebbe bringt Base zurück ins TV
Stephan F. Rebbe bringt Base zurück ins TV
Im Mittelpunkt des von Jotz!, Hamburg, produzierten TV-Spots (Regie: Matthias Morick), der von Out-of-Home-Maßnahmen, Anzeigen in Tageszeitungen und Online-Werbung flankiert wird, steht das neue Tarifkonzept mit dem Namen "Mein Base". Der Tarif bietet bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten ein kostenloses Basis-Angebot, das jeweils 30 Frei-Minuten sowie 30 Frei-SMS innerhalb des Base-Netzes beinhaltet. Kostenpflichtig sind dann die Tarifoptionen, die hinzugebucht werden können, so etwa Flatrates für das Base-Netz und das deutsche Festnetz (jeweils 10 Euro), Minutenpakete für Gespräche in alle Netze sowie eine Voll-Flatrate in alle deutschen Handynetze für 50 Euro im Monat. Die bereits im aktuellen Portfolio enthaltene Internet-Flatrete zum Preis von 10 Euro monatlich bleibt erhalten.

Die Rückkehr von E-Plus ins Werbefernsehen kommt einigermaßen überraschend. Noch im Juni 2009 hatte CEO Thorsten Dirks im Gespräch mit HORIZONT.NET erklärt, wohl dauerhaft auf Werbung im Fernsehen verzichten zu wollen. Marketingchef Andreas Gregori hatte den Ausstieg aus der TV-Werbung im Februar 2009 mit der geringen Effizienz des Werbemediums begründet und angekündigt, das Geld lieber in Direktmarketing, weitere Below-the-Line-Maßnahmen sowie in Kunden- und Produktvorteile zu investieren. Im Zuge dessen hatte Gregori auch angekündigt, die Spendings in Print-, Plakat- und Radiowerbung massiv zurückzufahren. mas
Meist gelesen
stats