Schlecker widerspricht Spekulationen über schnelles Werbe-Comeback

Donnerstag, 23. Februar 2012
An ein Wiedersehen mit der "For You, Vor Ort" sei frühestens Ende März zu denken
An ein Wiedersehen mit der "For You, Vor Ort" sei frühestens Ende März zu denken


Die Schlecker-Anzeige in der "Bild"-Zeitung löste Spekulationen aus, dass Schlecker nach der erfolgreichen Einigung mit der Mehrheit seiner Lieferanten sich auch als Werbungtreibender schneller zurückmelden Könnte als gedacht. Jetzt hat ein Unternehmensvertreter klargestellt, dass mit weiteren Anzeigenmotiven so schnell nicht zu rechnen sein wird: "Solange kein Szenario für die Sanierung vorliegt, ist klassische Werbung kein Thema." An ein Wiedersehen mit der "For You, Vor Ort" sei frühestens Ende März zu denken.
Noch ist der offizielle Sanierungsfahrplan nicht bekannt, doch es wird damit gerechnet, dass Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz Ende Februar in einer Pressekonferenz ein entsprechendes Szenario präsentieren wird. Sollten seine Vorschläge von den Gläubigern akzeptiert werden, würde im März an der operativen Umsetzung der Sanierung gearbeitet werden. Bis dahin wird sich das unternehmen ausschließlich auf Haushaltswerbung beschränken. Schlecker lässt bundesweit 19 Millionen Prospekte wöchentlich verteilen.

Ob mit der Wiederaufnahme der klassischen Werbung die betreuende Düsseldorfer Agentur Grey die Schlecker-Kampagne wie vor der Insolvenz fortführen kann, darf bezweifelt werden. Zum einen dürfte der kommunizierte USP, die räumliche Näher der Schlecker-Filialen, angesichts der allgemein erwarteten Filialstreichnungen kaum glaubwürdig vermittelbar sein. Zum anderen zeigt sich, dass die Schlecker-Mitarbeiter in der aktuellen Krise zum zentralen Baustein der Kommunikationsstrategie werden. cam
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