Schlechte Geschäfte, schlechtes Image: Swiss Life will AWD umbenennen

Dienstag, 03. Juli 2012
AWD hat ein mieses Image
AWD hat ein mieses Image

Carsten Maschmeyer ist für drei Dinge bekannt: Seine guten Beziehungen zu den Mächtigen der Republik, seine Ehe mit Schauspielerin Veronica Ferres und die Gründung des Finanzdienstleisters AWD. Letzerer könnte im November vom Markt verschwinden. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" gibt es beim Schweizer Lebensversicherer Swiss Life Pläne, die Tochter in Hannover umzubennen.
Die Gründe dafür sind schnell genannt. Zum einen laufen die Geschäfte bei AWD nicht gut. Im ersten Quartal des Jahres fiel der Umsatz um 18 Prozent, nicht viel besser soll es bis Ende Juni gelaufen sein. Noch gravierender dürfte allerdings das schlechte Image des Finanzvertriebs sein, das die Neukundenakquise zunehmend erschwert. Anleger haben AWD mit Hunderten von Klagen und Schadenersatzforderungen überzogen. Aufgrund falscher Beratung und zweifelhalfter Vertriebsmethoden seien ihnen Verluste entstanden, so der Tenor der Klagen. Regelmäßig haben in den vergangenen Monaten Printtitel und TV-Sender über die Klagewelle berichtet. 

Schon allein deshalb  braucht Swiss Life für die Tochter einen Befreiungsschlag. 2007 hatte das Unternehmen AWD für 1,2 Milliarden Euro erworben. Allerdings dürfte die Namensänderung nicht einfach werden. Swiss als Name zu integrieren dürfte vor allem auf den Widerstand der Vertriebler stoßen. AWD beansprucht für sich, unabhängig zu beraten. mir
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