"SZ": Telekom will mit Dieter Hahn um Bundesliga-Rechte bieten

Donnerstag, 02. Februar 2012
Die Telekom will weiter Bundesliga senden
Die Telekom will weiter Bundesliga senden

Neue Spekulationen um die Medienrechte an der Fußball-Bundesliga: Wie die "Süddeutsche Zeitung" vermutet, könnte sich die Telekom im Bieterstreit mit Dieter Hahn zusammentun. Dem Unternehmer, der einst Geschäftsführer der Kirch-Gruppe war, gehören die Firmen KF15 und Sirius, zudem ist er an Constantin Medien beteiligt. Im Verbund mit Hahn könnte sich die Telekom umfangreiche Live-Übertragungsrechte sichern und nicht benötigte Lizenzen weiterveräußern. Die "SZ" bewertet einen solchen Deal derzeit als "Option mit hoher Wahrscheinlichkeit". Die Telekom hat es sowohl auf die IPTV- als auch auf die Satellitenrechte abgesehen, um die Angebote "Entertain" beziehungsweise "Entertain Sat" zu pushen. Besonders das Satellitenpaket wird teuer, da diese Rechte im Verbund mit Kabel und Terrestrik angeboten werden. Hier gilt es für die Telekom besonders, Rechteinhaber und Hauptkonkurrent Sky auszustechen. Der Unterföhringer Pay-TV-Sender wird sich sein größtes Pfund jedoch kaum aus der Hand nehmen lassen, zumal nun erstmals in der Unternehmensgeschichte schwarze Zahlen winken.

Außerdem stellt sich der Telekom ein weiteres Problem: Der Konzern ist noch zu rund 30 Prozent in Staatsbesitz, laut deutschem Recht muss der Rundfunk jedoch staatsfrei sein. Bislang umgeht die Telekom diesen Konflikt dadurch, dass sie ihren Bundesliga-Content von Constantin Medien produzieren lässt. Die jedoch will laut "SZ"-Informationen künftig weniger auf Sport setzen. Ein Deal mit Hahn könnte der Telekom für die neue Rechteperiode also auch hier ein neues Modell liefern. ire
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