SEB setzt noch einmal Ustinov ein

Dienstag, 08. Januar 2002
Trommelt wieder für den Euro: Peter Ustinov
Trommelt wieder für den Euro: Peter Ustinov

Eigentlich wollte die SEB nicht mehr mit Sir Peter Ustinov werben. Zu groß, so die Überzeugung von SEB-Marketingchef Andreas Brettschneider, sei die Gefahr, dass das Institut als "Ustinov-Bank" wahrgenommen werde und nicht als Marke mit spezifischen Charakteristika.

Doch jetzt ist alles anders: Sir Peter wirbt in ganzseitigen Anzeigen in Tageszeitungen und Wirtschaftstiteln für ein neu entwickeltes Produktbündel rund um den Euro: für jede Anlegermentalität von zurückhaltend bis vorsichtig spekulativ will die SEB etwas bieten. Mit dieser Anzeigenkampagne will das Finanzinstitut auch von der allgemein guten Stimmung rund um die Euro-Einführung profitieren. "Und kaum jemand verkörpert das gemeinsame Europa mehr als Sir Peter", ist Brettschneider überzeugt.

Dass die Kampagne (betreuende Agentur: Publicis, Frankfurt) letzlich nur Werbung für den Mimen und nicht für die Bank sein könnte, befürchtet der Marketingchef nicht mehr: "Die Marktforschung zeigt, dass wir eine Markenbekanntheit aufbauen konnten, ohne von der Persönlichkeit Ustinov überstrahlt zu werden."

Im Unterschied zur Startkampagne 2001 verzichtet die SEB diesmal allerdings komplett auf TV-Spots. "Fernsehen ist wichtig, um schnell Markenbekanntheit zu schaffen. Für die exakte Ansprache der Zielgruppe der gehobenen Privatkunden eignet sich Print jedoch besser", ist Brettschneider überzeugt. Dennoch gibt er auch zu, dass auch massive Kürzungen im Etat diese Mediaentscheidung beeinflusst haben: "Die fetten Jahre sind erstmal vorbei."
Meist gelesen
stats