Ryanair und Air Berlin kassieren Abmahnungen von Verbraucherzentralen

Mittwoch, 15. Juli 2009
Der VZBV mahnt Ryanair zweimal ab
Der VZBV mahnt Ryanair zweimal ab

Der Bundesverband für Verbraucherzentralen (VZBV) hat die Low-Budget-Fluggesellschaften Ryanair und Air Berlin abgemahnt - wegen undurchsichtiger und möglicherweise rechtswidriger Gebühren. Stichwort Aufpreis: Air Berlin schlage mindestens zehn Euro "Service Charge" für den Geldeinzug auf Ticketrechnungen auf. Kerstin Hoppe vom VZBV sagte dem "Tagesspiegel", sie vermisse eine Zahlungsalternative, die für den Kunden komplett kostenfrei ist. Air Berlin steht deswegen eine Abmahnung ins Haus.

Das Berliner Kammergericht entschied kürzlich gegen den Konkurrenten Ryanair, ebenfalls wegen einer Gebühr für die Ticketbezahlung. Von den Verbraucherzentralen kassiert das Unternehmen von Michael O'Leary derzeit eine Mahnung wegen seiner Gebühren für den kostenpflichtigen Online-Check-In. Wenn Passagiere nur via Internet einchecken können, müsse dies kostenlos sein, sagt Hoppe.

Weiterer Kritikpunkt sind Reiseversicherungen, deren Abschluss auf Online-Formularen voreingestellt ist. Diese Praxis verstößt gegen eine EU-Verordnung und wurde daraufhin von den Airlines modifiziert. Ryanair frage aktuell bei der Buchung nach dem Wohnsitz. Wer diesen angebe, erwerbe automatisch eine Reiseversicherung, kritisiert Verbraucherschützerin Hoppe. Ryanair erhält deshalb eine weitere Abmahnung. sl
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