Ryanair beugt sich zum Teil Lufthansa

Dienstag, 22. Januar 2002

Ryanair hat Lufthansa im Streit um die Anzeigen des irischen Billigfliegers in drei Punkten nachgegeben. Der Low-Cost-Carrier und die Kranich-Airline einigten sich am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Köln in drei von sechs Punkten: nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers will Ryanair künftig darauf verzichten, das eigene Hub Frankfurt-Hahn mit dem zentrumsnahen Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt zu vergleichen oder den Eindruck zu erwecken, die Lufthansa fliege von Hahn. Gleiches gilt für die unterschiedlichen Zielflughäfen in und bei Mailand, Glasgow und Preswick.

Lufthansa hatte im Dezember eine einstweilige Verfügung gegen die inhouse entwickelten Ryanair-Anzeigen erwirkt, in denen der Billig-Carrier die Angebote der beiden Fluggesellschaften miteinander verglichen hatte. Ryanair war daraufhin vor dem Oberlandesgericht Köln in die Berufung gegangen.

In drei weiteren Punkten erzielten die Konkurrenten beim Ortstermin keine Einigung: Bei verschiedenen anderen Zielen will Ryanair auch künftig unterschiedliche Flughäfen miteinander vergleichen. Gleiches gilt für den Vorwurf, die den Lufthansa gegenübergestellten Ryanair-Preise beinhalteten keine Sicherheitsgebühren. Zu guter Letzt hat die Lufthansa den Vergleich von Lufthansa-Business-Class-Tarifen mit Ryanair-Sonderangeboten moniert. Am 12. Februar steht der nächste Termin vor dem Oberlandesgericht Köln an.
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