Rückrufaktionen: Wie wichtig das Image beim Autokauf ist

Mittwoch, 03. Februar 2010
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Auf der Toyota-Website springt einem der knallrote Button direkt ins Auge: "Rückrufaktion". Grund sind defekte Gaspedale bei insgesamt acht Modellen. Weltweit mussten über 7 Millionen Pkw in die Werkstätten zurück, in Europa waren es 1,8 Millionen Fahrzeuge. Und jetzt sind auch noch Meldungen über kaputte Bremsen bei der neuen Generation des Toyota-Hybridautos Prius aufgetaucht. Toyota drohen Kosten in dreistelliger Millionenhöhe - ganz zu Schweigen vom entstandenen Imageschaden. Laut "Manager Magazin" überlegt der Autobauer, seine gesamte Werbung auf den Prüfstein zu stellen, um den ramponierten Ruf wiederherzustellen. "Wir schauen uns Details aktueller Kampagnen an", so eine Sprecherin des Konzerns.

Wie wichtig das Image beim Autokauf ist, zeigt das folgende Chart HORIZONTstats.de. Viele weitere Statistiken zu diesem Thema finden Sie auf HORIZONTstats, dem Statistikportal von HORIZONT.

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Toyota ist nicht alleine. Mitte der 1980er-Jahre hatte Audi mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen, die US-Absätze gingen um die Hälfte zurück. Auch Nissan (2003), General Motors (2005) und Ford (2007) beispielsweise mussten schon massenhaft Autos zurückrufen.

Opel und Porsche sind weitere Kandidaten, die mit Imageproblemen zu kämpfen haben - allerdings aus anderen Gründen. In Schieflage geraten ist das Ansehen von Opel angesichts der möglicherweise bevorstehenden Staatshilfe. Das Image von Porsche wiederum ist laut den Marktforschern von Brand Control durch die Übernahmeschlacht durch Volkswagen im vergangenen Jahr in Mitleidenschaft gezogen worden. jm
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