Rotstift-Anzeige der SPD bekommt Fortsetzung im Netz

Mittwoch, 22. Juni 2011
Das Motiv sorgte für viel Gesprächsstoff
Das Motiv sorgte für viel Gesprächsstoff

Die SPD-Anzeige, die vor einigen Tagen für rege Diskussionen on- und offline sorgte, findet eine Fortsetzung: Das Motiv, auf dem ein Zitat von Angela Merkel zur Atomkraft mittels eines Rotstifts an die aktuelle Position der Union in der Ernergieversorgungs-Debatte angepasst wurde, wird ins Netz verlängert. Die Anzeige war von der Öffentlichkeitsarbeit der SPD-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben und von der Berliner Agentur Wegewerk entworfen worden. Zunächst erschien das Motiv nur in der "Frankfurter Rundschau" und im "Tagesspiegel". "Die SPD-Bundestragsfraktion verfügt nur über begrenzte Mittel für ihre Öffentlichkeitsarbeit, deshalb musste eine Auswahl getroffen werden", sagt Petra Ernstberger, Parlamentarische Geschäftsführerin und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Fraktion, gegenüber HORIZONT.NET.

Nun kommt die Anzeige ob des großen Echos auf neuen Wegen zum Einsatz: Zum Einen gibt es das Motiv als Postkarte, welche die Abgeordneten der SPD verschicken oder in ihren Wahlkreisen verteilen. Über ihre Facebook-Seite können die Fans der SPD-Bundestagsfraktion die Karte kostenlos bestellen. Außerdem soll eine animierte Version auf Facebook und Youtube erscheinen, darin soll Merkel ihr Zitat und die Korrekturen vorlesen.

Ob es weitere Motive geben wird, sei derzeit noch unklar. Das hänge ganz davon ab, was Frau Merkel noch alles biete, so Ernstberger. Eine eventuelle Retourkutsche der Union fürchtet man in Reihen der SPD nicht, im Gegenteil: "Darauf freuen wir uns jetzt schon!", gibt sich Ernstberger kämpferisch. ire
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