Richter verbieten Wal-Mart "Dumpingpreise"

Mittwoch, 13. November 2002

Großhandelsketten dürfen ihre Produkte nicht dauerhaft unter Einstandspreis verkaufen. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt entschieden. Im konkreten Fall hatte der US- Einzelhandelskonzern Wal-Mart im Preiskampf mit den Konkurrenten Aldi und Lidl im Sommer 2000 Zucker-Raffinade und Würfelzucker unter den eigenen Einkaufspreisen angeboten. Wegen der überlegenen Marktmacht von Wal-Mart in Deutschland (95 Filialen) behindere eine solche Praxis kleine und mittlere Wettbewerber, rechtferigte der Kartellsenat seinen Eingriff in die Preispolitik und damit in die Marketing-Autonomie der Einzelhandelskette.
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