Rescue in Motion: Blackberry umwirbt die privaten Smartphone-Nutzer

Dienstag, 05. Februar 2013
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Zur Präsentation seines großen Hoffnungsträgers Blackberry 10 hatte das Unternehmen nur verlauten lassen, dass das Comeback mit einem massiv erhöhten Marketingetat begleitet werden soll. Nach dem Super Bowl zeichnet sich immer deutlicher ab, welche Prioritäten die Kommunikationsoffensive setzen wird. In dem Launchspot (Kreation: AMV BBDO) präsentierte sich Blackberry als launige Endkonsumenten-Marke. Gestern gab Blackberry den Einstieg ins Formel-1-Sponsoring bekannt. Ein klares Zeichen, dass der einstmalige Trendsetter sich vor allem bei den privaten Smartphone-Nutzern seine frühere Markenbekanntheit zurückerobern will. Auf diesem Weg steht Blackberry vor allem sein Image als Status der steifen Manager-Kaste im Weg. Gegen dieses Image soll vor allem die Musikerin Alicia Keys als neuer Creative Director der Marke helfen. Keys folgt damit dem Vorbild anderer weiblicher Pop-Ikonen: So arbeitete Sängerin Gwen Stefani 2007 für den PC-Hersteller Hewlett Packard und Lady Gaga wurde 2010 zum Creative Director von Kodak ernannt.

Auch der beim Super Bowl präsentierte Launchspot folgt dieser Philosophie sagt Blackberry-CMO Frank Boulben: "Wir wussten, dass wir in dem Start-Spot nicht die komplette Bandbreite des Blackberry 10 kommunizieren konnten. Deshalb haben wir uns dafür entschieden die heitere Atmosphäre der Super-Bowl-Werbung zu nutzen, um zu zeigen, was der BlackBerry 10 nicht kann." Der Spot zeigt ein Selbstbewusstsein, dass der Marke in den letzten Jahren deutlich gefehlt hat. Zu sehen ist ein Handynutzer, der sich spontan entflammen kann und durch Farbwolken teleportiert. Für derartige Wunderdinge fühlt sich Blackberry nicht zuständig, alle anderen Leistungen traut sich die Marke offensichtlich zu.

Auch das gestern bekannt gegebene Sponsorin des Formel-1-Teams Mercedes AMG Petronas belegt die Absicht, die eigene Markenbekanntheit deutlich zu steigern. Blackberry verfügt allerdings mit dem Sponsoren nicht nur über eine Präsentationsbühne mit großer Reichweite (und Kontaktmöglichkeiten zu potenziell attraktiven Testimonials). Rund um das Renngeschäft ergeben sich auch vielfältige Möglichkeiten, um mit den Geschäftskunden wieder ins Gespräch zu kommen. Denn hatte Blackberry diesen Markt bisher für sich allein, melden jetzt mittlerweile auch andere große Player Begehrlichkeiten an. So hat Samsung USA einen eigenen Viralclip dem Vergleich zwischen der Businesstauglichkeit der eigenen Galaxy-Familie und den Blackberry-Produkten gewidmet. cam
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