Renault will Mediaausgaben deutlich drücken

Mittwoch, 15. April 2009
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Der französische Autokonzern Renault will seine Mediainvestitionen durch den gemeinsamen Einkauf mit der Schwestermarke Nissan in diesem Jahr deutlich senken. Die Kosten sollen durch die im Herbst erfolgte Bündelung der Etats bei der Omnicom-Tochter OMD um 10 Prozent im Vergleich zu 2008 sinken, teilt das Unternehmen mit. Zudem wird der auf 800 Millionen Euro geschätzte Europa-Etat der beiden Marken auf TV und Internet konzentriert. Der Anteil des Fernsehens liegt 2009 bei über 50 Prozent, ins Web wandern 15 Prozent der Spendings. Nach Angaben der Konzernzentrale haben sich die Werbeinvestitionen von Renault in das Internet damit in vergangenen zwei Jahren verdoppelt.

Das Web steht auch bei zweiteren Maßnahmen im Fokus, die der Autobauer in diesem Jahr anstößt: So wagt der Autobauer noch vor dem Sommer mit der Onlineplattform Renaultshop den Einstieg in den E-Commerce. Auf dem Portal können potenzielle Käufer länderspezifisch nach den Fahrzeug-Angeboten von Renault-Händlern suchen. Den Anfang machen Shop-Versionen für die Märkte Frankreich und Spanien, im zweiten Halbjahr sollen weitere europäische Länder folgen - darunter Deutschland, Italien und Großbritannien. Bereits online ist ein neuer Web-TV-Auftritt der Marke. jh 
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