Renault muss Werbekampagne modifizieren

Mittwoch, 25. Juli 2012
"Rückruf-Aktion" ist möglicherweise missverständlich
"Rückruf-Aktion" ist möglicherweise missverständlich

Ob Audi, Toyota, Opel oder Mercedes - Renault hat alle Fahrzeuge, die mindestens sechs Jahre alt sind, zu seinen Händlern beordert und den Haltern beim Kauf eines Renaults mit 3000 Franken Schrottprämie gewunken. Diese "Rückruf-Aktion" bereitet dem französischen Automobilhersteller Ärger in der Schweiz. Dem Autoimporteur Amag geht die Werbung gegen den Strich. "Rückruf-Aktion" heißt es auf den Plakaten oder "Achtung: Eine Mitteilung für alle Opel-Fahrer" in einem der Hörfunk-Spots. Für Modelle verschiedener Marken bis Baujahr 2006 will Renault Prämien zahlen. Die von Publicis entwickelte Kampagne begann Anfang des Monats. Sie beinhaltet zudem Anzeigen, Online-Banner und PoS-Aktionen.

Die Kampagne passt dem größten Schweizer Autoimporteur Amag, der unter anderem Audi, VW und Porsche vertreibt, nicht in den Kram. Diversen Medienberichten zufolge sei das Unternehmen beim Handelsgericht Zürich vorstellig geworden und beklagt, dass Autofahrer aufgrund des Begriffs Rückrufaktion technische Mängel bei ihren Fahrzeugen vermuten würden.

Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Nachrichten.ch hat das Gericht gegenüber Renault verfügt, den Begriff "Rückruf-Aktion" nicht mehr in Zusammenhang mit Audi und VW zu verwenden. Anfang August soll es demnach zu einer mündlichen Verhandlung kommen. Auf der Webseite renault.ch heißt die Aktion inzwischen "Schrottprämie" fo
Meist gelesen
stats