Reisemonitor 2003: Weniger Deutsche planen Urlaub

Donnerstag, 06. März 2003

Die Deutschen vermeiden auch 2003 unsichere Ferienziele. Dies ist ein Ergebnis der vom ADAC-Verlag erhobenen Studie "Reisemonitor", für die im Dezember vergangenen Jahres rund 4000 Mitglieder des Automobilclubs ADAC befragt wurden. Beeinflusst wird die Zurückhaltung von der Terrorangst. Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich bei der Urlaubsplanung sehr stark oder stark von Berichten über Anschläge beeinflussen lassen. Von dieser verunsicherten Gruppe will rund ein Viertel ganz auf Fernreisen verzichten, über ein Zehntel vermeidet sogar Reisen innerhalb Europas.

Trotzdem wollen in diesem Jahr wieder mehr Deutsche ins Ausland fahren. Während 2002 noch rund ein Drittel der Reisenden den Haupturlaub in Deutschland verbracht haben, beabsichtigen dies 2003 nur noch 29 Prozent. Vor allem ohne Flugzeug erreichbare Länder wie Italien steigen in der Gunst der Befragten. Fast zwei Drittel der Befragten streben eine Reise in ein europäisches Land an.

Als wichtigste Informationsquelle für ihre Urlaubsentscheidung ziehen die Befragten ihre persönlichen Erfahrungen heran (36,5 Prozent), gefolgt von Prospekten aus der Region oder des Hotels (34,8 Prozent). Auf den 6. Platz vorgerückt ist das Internet mit fast 24 Prozent. Etwas weniger als zwei Drittel der Befragten verfügen mittlerweile über einen Internet-Zugang.

Mit der steigenden Anzahl an Nutzern entwickelt sich der Anteil an Reisen, der online geplant wird, nach oben. 2003 wollen schon 21,3 Prozent ihre Unterkunft auf diesem Weg buchen - 7,6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auch der Anteil derer, die über das Medium die Reise organisieren möchten, nimmt weiter zu. Fast 10 Prozent wollen den Urlaub im Internet buchen Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am heutigen Donnerstag erscheint. pap
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