Reiseintensität der Deutschen sinkt kontinuierlich

Dienstag, 15. Februar 2000

Die Reiseintensität der Deutschen ist 1999 im Vergleich zum Vorjahr in dreifacher Weise gesunken: Weniger verreisen, die Reisedauer verkürzen und bescheidener im Urlaub leben lauten die aktuellen Trends. Das ist das Ergebnis der ,,10. Gesamtdeutschen Tourismusanalyse" des Freizeit-Forschungsinstituts von British American Tobacco, bei der 5000 Bundesbürger ab 14 Jahren nach ihrem Urlaubsverhalten 1999 sowie nach ihren Reiseabsichten für das laufende Jahr befragt wurden. Demnach sank die Reiseintensität 1999 im Vergleich zum Vorjahr um 2 auf 54 Prozent. Gleichzeitig verkürzte sich die durchschnittliche Reisedauer von 16,3 Tagen im Jahr 1990 auf nunmehr 14,8 Tage. Den Trend ,,Vom Jahresurlaub zum Kurzurlaub" bekommen vor allem inländische Feriengebiete zu spüren, die große Mühe haben, überhaupt noch Zwei-Wochen-Urlauber zu gewinnen. Während sich Urlauber an der Nordseeküste durchschnittlich 13,1 Tage aufhalten, sind dies im Schwarzwald 11,7 und in Bayern sogar nur 10 Tage. Grund für die Entwicklung sei das zunehmende Aufbrechen der Regel ,,Am Urlaub wird zuletzt gespart", weshalb nun auch die Reisebranche in den ,,Zangengriff von Zeit und Geld" gerate.
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