Regierung will Warnhinweise auf Bierflaschen

Mittwoch, 16. April 2008
Die freiwilligen Hinweise der Alkoholindustrie reichen der Bundesregierung nicht
Die freiwilligen Hinweise der Alkoholindustrie reichen der Bundesregierung nicht

Weiterer Schlag für die Alkoholindustrie: In der Diskussion um verantwortungsvollen Alkoholgenuss und Jugendschutz erwägt die Bundesregierung nun zusätzlich, Warnhinweise auf Bier- und Weinflaschen anzubringen. Ähnlich wie in Frankreich sollen die Etiketten auf die besonderen Gefahren des Alkohols für schwangere Frauen hinweisen. Das berichtet das "Handelsblatt". Allerdings sei mit einem entsprechenden Gesetzt dieses Jahr nicht mehr zu rechnen.

Das Vorhaben dürfte auf wenig Gegenliebe in der Branche stoßen. Sowohl der Deutsche Brauer-Bund als auch die Hersteller haben in der Vergangenheit mehrfach den Nutzen einer solchen Etikettierung in Frage gestellt.

Drogenbeauftragte Sabine Bätzing will Alkoholwerbung einschränken
Drogenbeauftragte Sabine Bätzing will Alkoholwerbung einschränken
Warnhinweise dürften aber momentan das kleinere Problem darstellen. Falls sich die Arbeitsgruppe des Nationalen Drogen- und Suchtrats mit ihren Empfehlungen durchsetzt, droht ein gänzliches Werbeverbot in Kino und Fernsehen. Zudem sollten Alkoholhersteller nicht mehr als Sport-Sponsoren aktiv werden. Das Strategiepapier wird unter Federführung der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing derzeit überarbeitet.
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