Regierung im Werbehoch am Jahresende

Mittwoch, 28. November 2001

Kurz vor Jahresende meldet sich die Bundesregierung noch einmal mit zwei Kampagnen und bestätigt damit ihre Position als Top-Spender im Wachstumssegment Körperschaften mit einem Plus von 19 Prozent auf brutto 135 Millionen Euro bis Oktober.

Seit dieser Woche schaltet das Entwicklungshilfe-Ministerium Anzeigen in Magazinen und Zeitungen zu Themen wie Wasserversorgung und Meinungsfreiheit (Agentur: Zum goldenen Hirschen, Berlin). "Wir wollen nicht Elend zeigen, sondern demonstrieren, dass alle Menschen gleiche Bedürfnisse haben", so Sprecher Thomas Piesch.

In einer zweiten Anzeigenkampagne (Agentur: Odeon Zwo, Berlin) wirbt die Regierung für ihre Familienpolitik. Der Auftritt soll mit künftigen Kampagnen des Arbeits- sowie Finanzministeriums verzahnt werden. Die Berliner Werbe-Euphorie dürfte damit zusammenhängen, dass die Regierung nur noch bis Frühjahr auf Kosten der Steuerzahler werben darf - dann beginnt die Karenzzeit vor der Bundestagswahl im September.
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