Red Bull will in den deutschen Handymarkt einsteigen

Dienstag, 12. Oktober 2010
Die Getränkemarke will auf dem Handymarkt mitmischen
Die Getränkemarke will auf dem Handymarkt mitmischen

Der Energydrink-Hersteller Red Bull wittert Geschäft auf dem Mobiltelefon. Künftig sollen in allen 140 Ländern, in denen es das Getränk gibt, auch Handys und Mobilfunkdienste unter der Marke angeboten werden. Derzeit ist Red Bull in Sachen Handygeschäft bereits in Österreich, Ungarn und der Schweiz aktiv. Einem Bericht der Wiener Tageszeitung "Wirtschaftsblatt" zufolge soll bereits zum Weihnachtsgeschäft der Einstieg in Deutschland erfolgen - angeblich in Kooperation mit O2. In Österreich nutzt Red Bull die Dienste der Mobilfunktochter von Telekom Austria. Dabei versteht das Unternehmen, von HORIZONT Sportbusiness zum „Sponsor des Jahres" gekürt, die Handys vor allem als Markenplattform und weitere Stufe in der Verwertungskette von eigenem Content. Wer über den Onlineshop oder eigene Vertriebsstellen ein Red Bull Mobile Handy kauft, bekommt Zugang zu exklusiven Inhalten wie täglichen Nachrichten, Sportvideos und Interview mit den zahlreichen Red-Bull-Athleten. Die Handy selbst kommen von zwei chinesischen Lieferanten. Red Bull war bislang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Bei O2 in München möchte man die "Spekulationen" nicht kommentieren.

Mit neuen Erlösquellen will Red Bull auch das zuletzt leicht schwächelnde Brausegeschäft ankurbeln. Im Zuge der Wirtschaftskrise lag das Nettoergebnis 2009 nur noch bei 123,1 Millionen Euro und damit knapp über dem des Vorjahres. Zum Vergleich: 2007 betrug das Ergebnis noch über 230 Millionen Euro. mh
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