Radeberger schielt auf Beck’s

Freitag, 07. November 2008
Will das Deutschlandgeschäft von Inbev übernehmen
Will das Deutschlandgeschäft von Inbev übernehmen

Die Finanzkrise könnte zu einer Konsolidierung im deutschen Biermarkt führen: Nach Informationen des HORIZONT-Schwestertitels „Lebensmittel Zeitung" will die zum Oetker-Konzern gehörende Brauerei Radeberger das Deutschlandgeschäft von Inbev übernehmen. Offenbar braucht der belgisch-brasilianische Biergigant Geld, um den Mega-Deal mit Anheuser-Busch zu stemmen. Laut „LZ" sind die Verhandlungen weit fortgeschritten. Mit dem Deal würde die Radeberger-Gruppe (Radeberger, Jever, Schöfferhofer) eine der stärksten Biermarken Deutschlands übernehmen: Beck's. Damit würde Radeberger den Vorsprung als größte deutsche Braugruppe mit einem Schlag ausbauen. Der Marktanteil läge dann bei 25 Prozent - aktuell sind es 15 Prozent. Zum Deutschland-Portfolio von Inbev gehören neben Beck's unter anderem auch Franziskaner und Hasseröder Pils.

Inbev steht derzeit unter großem finanziellen Druck. Die Vereinbarung  zwischen Inbev und Anheuser-Busch stammt noch aus der Zeit vor dem Zusammenbruch der Investment-Bank Lehman Brothers, die im September den weltweiten Börsencrash ausgelöst hatte. Die Inbev-Aktie hat seitdem stark gelitten. mh
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