Rabattschlacht im TV: Renault und Opel starten Absatzrallye zum Jahresende

Mittwoch, 06. Oktober 2004
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Im letzten Quartal des Jahres wollen die Volumenhersteller im Automarkt mit aggressiven Marketingmaßnahmen ihre Absatzstatistiken retten. Dabei vertrauen sie nicht nur auf mehr oder weniger versteckte Rabatte - einen neuen Höhepunkt erreicht auch die Taktik, immer mehr Promotion-Aktionen sogar breit im Fernsehen zu bewerben.

Das krasseste Beispiel liefert Renault in der kommenden Woche ab: Die Deutschland-Dependance der Franzosen in Brühl stoppt bis auf weiteres ihre Produkt- und Imagewerbung im TV - und geht stattdessen mit taktischen preisorientierten Spots on Air. Im TV-Spot, der erst in der letzten Woche gedreht wurde, zeigt Renault den Überfall einer Frau auf eine Samenbank. Grund: Beim Neuwagenkauf gewährt Renault bis November Prozente - und zwar je Kind. Das Motto: "Satte Rabatte pro Kind - Rackerwochen bei Renault." Verantwortlich ist Publicis, Frankfurt (Produktion: 539090, Hamburg). Auch für die zwei später folgenden Kampagnen gilt der übergreifende Claim "Rechnen Sie mit allem".

Auch Opel gibt Gas: Anders als bisher bewerben die Rüsselsheimer ab heute in TV, Print und Radio "Preisvorteil" genannte Rabatte fast lauter und größer als die Fahrzeuge (Agentur: McCann-Erickson BCA, Frankfurt). Unter dem Motto "Jede Menge Wünsche frei" bietet das Unternehmen bis 31. Dezember für die wichtigsten Modellreihen diverse Ausstattungspakete und Null-Prozent-Finanzierungen an. Den Preisverhau zum Jahresende kaschiert Opel mit einer Kooperation mit dem Disney-Animationsfilm "Die Unglaublichen - The Incredibles", der im Dezember in die Kinos kommt. rp

Mehr zu den Kampagnen und Hintergründen in der HORIZONT-Ausgabe 41/2004, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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