Rabattgesetz: Werbeartikel-Verband erwartet deutlichen Umsatzzuwachs

Mittwoch, 01. August 2001

Der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) erwartet von der ersatzlosen Streichung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung innovatives Marketing und einen verbesserten Kundendialog. Vor allem die Zugaben werden laut Verband an Bedeutung gewinnen. Waren bislang lediglich Beigaben von geringem Wert gestattet, biete die Aufhebung dieser Restriktion für kreative und innovative Lösungen den wohl größten Raum. Im Gegensatz zu passiven Rabatten, die lediglich Preiskämpfe förderten und Warenwerte zunehmend aushöhlten, bewahren gut gewählte Zugaben die Produkte vor Preisfeilschereien und erhöhen deren Wert oder den einer Leistung, so der GWW.

Darüber hinaus lasse sich durch den Einsatz von Zugaben der Kaufanreiz gezielt steuern und folglich der Umsatz steigern. Trotz des Potenzials, das die Gesetzesänderung mit sich bringe, mahnt der Gesamtverband zur Vorsicht, denn nach wie vor gelten das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie das Kartellgesetz (KartellG). Werbung, die psychologischen Kaufzwang ausübt, eine übertriebene Anlockung darstellt oder andere Marktteilnehmer diskriminiert, wird auch zukünftig untersagt bleiben. Das betreffe auch die Zugaben.
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