RAG flankiert Steinkohle-Auftritt mit taktischem Motiv

Mittwoch, 12. Mai 2004

Mit einem Anzeigenmotiv in überregionalen Tageszeitungen und Entscheidermagazinen macht der Essener Industriekonzern RAG (ehemals Ruhrkohle) auf die Problematik der globalen Rohstoffmärkte aufmerksam. Unter dem Motto "Deutschland geht die Kohle aus" bezieht RAG damit Stellung zur aktuellen Energiediskussion in Deutschland.

Der Hintergrund: Die weltweite Nachfrage nach Koks - und damit der Preis - steigt, was wiederum die Stahlproduktion und die deutsche Wirtschaft gefährde, befürchtet RAG. Damit sich dies nicht auf die Stromversorgung auswirkt, fordern die Essener eine sichere nationale Energieversorgung. Den Begriff "Subventionen" vermeidet RAG in der Anzeige tunlichst (Agentur: KNSK, Hamburg).

Der Auftritt flankiert den aktuellen zweiten Flight der Imagekampagne der RAG-Tochter Deutsche Steinkohle in Herne (Agentur: FGK, Düsseldorf). Verwirrung ob der mittlerweile zwei Absender mit ähnlicher Botschaft befürchtet RAG-Marketingchefin Inken Ostermann nicht: "Das Anzeigenmotiv stellt eine singuläre taktische Maßnahme dar, mit der wir als Konzernholding in der aktuellen politischen Diskussion Stellung beziehen wollen." rp
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