Quelle vor Neustart

Mittwoch, 22. Juni 2011
Quelle.de steht vor dem Comeback
Quelle.de steht vor dem Comeback

Quelle steht vor einem Comeback. In den kommenden Wochen wird die Marke neu starten. Das gab heute der Vorstandsvorsitzende von Otto, Hans-Otto Schrader, bei der Bilanz-Pressefonkerenz in Hamburg bekannt. Unter Quelle.de eröffnet der Versandriese einen Internet-Marktplatz mit den klassischen Quelle-Sortimenten Technik und Living. Renommierte Händler und Markenhersteller sollen mit ihren Produkten ebenso präsent sein wie die Quelle-Eigenmarke Privileg. Otto möchte vor allem mit der Markenvielfalt, der Beratungskompetenz und der direkten Kommunikation mit dem Kunden beim Verbraucher punkten. Und das könnte durchaus gelingen, auch wenn der Start von Quelle ursprünglich für den April geplant war.

Bei der Otto Group läuft es einfach rund derzeit. Im Geschäftsjahr 2010/11 stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 327 auf 667 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Gesamtumsatz um 12,6 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Damit ist das Unternehmen im Plan. „Vor einem Jahr haben wir die ehrgeizige Prognose eines zweistelligen Umsatzplus gewagt und sie gehalten", sagte Schrader.

Größter Umsatztreiber war der Online-Handel. Rund 50 Plattformen betreibt der Konzern mittlerweile im Netz. Die Umsätze stiegen weltweit um 25 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Hierzulande legten die E-Commerce-Umsätze um rund 27 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu. „Angesichts eines Marktwachstums von 18 Prozent konnten wir unseren Marktanteil im boomenden E-Commerce weiter ausbauen", sagt Schrader. Mittlerweile erzielen einzelne Töchter der Gruppe rund zwei Drittel ihrer Umsätze im E-Commerce. Dazu zählen etwa Otto mit knapp 70 Prozent und Baur mit 64 Prozent.

Und das soll noch lange nicht das Ende sein. Quelle.de ist für Schrader deshalb ein wichtiges strategisches Projekt in diesem Jahr, aber es ist nicht das einzige. Ab Herbst wird die Otto Group in dem Boom-Markt Brasilien präsent sein. Ziel ist es in in den drei Geschäftsfeldern E-Commerce, Service und Finanzdienstleistungen gleichzeitig Aktivitäten zu starten. Derzeit befinden sich die Verhandlungen über eine Beteiligung bei einem etablierten E-Commerce-Anbieter in dem südamerikanischen Land in der finalen Phase. Bei dem angestrebten Joint Venture wird die Otto Group Mehrheitseigner sein. mir
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