Puma will bei Sortiment und Sponsoring sparen

Freitag, 08. Mai 2009
Puma-Chef Jochen Zeitz
Puma-Chef Jochen Zeitz

Die Finanzkrise hat nach Adidas nun auch den Branchenrivalen Puma erreicht. Der Gewinn des Herzogenauracher Sport- und Lifestyle-Unternehmens ist im ersten Quartal dieses Jahres um satte 94 Prozent eingebrochen. Puma kündigt einen Sparkurs an. Werbeverträge mit Sportlern kommen auf den Prüfstand. Das Zauberwort von Puma-Chef Jochen Zeitz für das kommende Jahr heißt: "Fokussieren": Das Sortiment an Schuhen, Textilien und Accessoires soll querbeet durchkämmt, unrentable Produkte vom Markt genommen werden. Der Schwerpunkt im Marketing soll künftig auf dem Fußball liegen. "Hier wollen wir unseren Marktanteil weiter ausbauen", sagt Zeitz. Erste positive Impulse sieht er im kommenden Jahr, wenn in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft ansteht.

Für das Volvo Ocean Race hat Puma eine eigene Segelkollektion gelauncht
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Die Herzogenauracher sponsern derzeit neben den Bundesliga-Clubs TSG Hoffenheim und VfB Stuttgart sowie dem englischen Verein Tottenham Hotspurs auch 11 afrikanische Nationalmannschaften sowie den amtierenden Weltmeister Italien. "Die WM wird unser Heimspiel", zeigt sich Zeitz positiv. Zudem ist Puma neben der Formel 1 (Sebastian Vettel) seit 2008 auch im Segeln aktiv. Beim Volvo Ocean Race liegt das Puma-Team derzeit auf dem dritten Rang. In welchem Bereich Puma den Rotstift ansetzen will, verrät der Vorstandschef jedoch nicht.

Im laufenden Jahr will Zeitz die Investitionen um rund 65 Millionen Euro kürzen. Der Nettogewinn sank von 90,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 5,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) verringerte sich ebenfalls deutlich auf vier Millionen Euro nach 125,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz stieg hingegen um 3,6 Prozent auf 697,4 Millionen Euro. Als Ursache für den Gewinnsturz nannte Zeitz ein Kostensenkungsprogramm, für das einmalig Aufwendungen in Höhe von 110 Millionen Euro angefallen seien. jm
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