Puma greift im Outdoor-Markt an

Montag, 29. Juni 2009
Puma-CEO Jochen Zeitz will North Face und Jack Wolfskin Konkurrenz machen
Puma-CEO Jochen Zeitz will North Face und Jack Wolfskin Konkurrenz machen

Der Sportlifestyle-Konzern Puma will künftig im Outdoor-Markt expandieren. "Im Moment erzielen wir im Outdoor-Segment einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich. Langfristig ist hier sicher ein dreistelliger Umsatz möglich", sagte Puma-Chef Jochen Zeitz der "Wirtschaftswoche". Den Fokus lege das Unternehmen dabei auf die Kernländer, zu denen auch Deutschland gehört. Dort will Puma in diesem Segment langfristig unter die drei Top-Marken kommen, was vor allem bei den etablierten Labels wie North Face und Jack Wolfskin künftig für ordentlich Gegenwind sorgen soll. Den Startschuss für die Pläne gab Puma bereits im vergangen Jahr. Zum Start des Volvo Ocean Races hat das Unternehmen eine Segel-Kollektion herausgebracht.

Auch Adidas hat angekündigt, sein Geschäft mit Outdoor-Artikeln auszubauen. "Wir beginnen gerade, hier einen neuen Schwerpunkt zu setzen", sagte Herbert Hainer, Adidas-Vorstandsvorsitzender kürzlich in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". 2009 seien die Umsätze in diesem Bereich bisher zweistellig gewachsen, sagte Hainer. Prominente Unterstützung bekommt das Unternehmen auch in Zukunft vom Extrembergsteiger Reinhold Messner, dessen Partnerschaft verlängert wurde.

Puma legt seinen Schwerpunkt jedoch weiterhin auf Fußball. Profitieren wollen die Herzogenauracher dabei insbesondere von der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Der Konzern sponsort 11 afrikanische Nationalmannschaften.

Im ersten Quartal hatte Puma einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Nettogewinn sank von 90,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 5,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) verringerte sich ebenfalls deutlich auf vier Millionen Euro nach 125,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz stieg hingegen um 3,6 Prozent auf 697,4 Millionen Euro. jm
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