Protestbewegung Occupy Wall Street beantragt Markenschutz

Mittwoch, 02. November 2011
Occupy Wall Street will die größtmögliche Öffentlichkeit
Occupy Wall Street will die größtmögliche Öffentlichkeit

Die bankenkritische Bewegung Occupy Wall Street hat beim amerikanischen Patentamt Markenschutz beantragt. Dem Antrag nach wollen die Aktivisten die Marke nicht nur auf ihrer Website, sondern auch auf eigens verlegten Zeitschriften, Newslettern sowie Kleidung verwenden. Allerdings schielt auch ein anderes Unternehmen nach dem Markenamen. Wie CNNMoney.com berichtet, hat auch Fer-Eng Investments aus dem Bundestaat Arizona einen Antrag beim Patentamt eingereicht und die Marke Occupy Wall Street angemeldet. Das Unternehmen wolle den Namen ebenfalls auf Kleidung und Handtaschen verwenden. Wie Marketing-Manager Vince Ferraro gegenüber CNNMoney erklärte, sei die Markenanmeldung ein gewöhnliches Geschäftsvorhaben - sein Unternehmen sei auch auf keine Weise mit Occupy Wall Street verbunden.

Samuel Cohen, Rechtsbeistand der Occupy-Bewegung, zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass seine Mandanten den Zuschlag bekämen. Grund: Der Antrag der Aktivisten traf 2 Stunden und 47 Minuten früher beim Patentamt ein als der von fer-Eng Investments.

Derzeit strebt Occupy Wall Street nach der größtmöglichen Öffentlichkeit. Nachdem die Protestbewegung globale Ausmaße angenommen hatte, produzierten die Aktivisten eigens einen TV-Spot mit dem Vorhaben, diesen im amerikanischen TV-Programm zu platzieren. Ein dafür im Internet gestarteter Spendenaufruf brachte etwas mehr als 6000 Dollar ein - gerade genaug für eine Ausstrahlung in der Nacht oder den frühen Morgenstunden. ire
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