Projekt Himmelfahrt: Ryanair-Chef O'Leary will jetzt Papst werden

Donnerstag, 28. Februar 2013
Ryanair-Chef Michael O'Leary bringt sich als Papst ins Gespräch
Ryanair-Chef Michael O'Leary bringt sich als Papst ins Gespräch

Die Vorbereitung für die Papstwahl sind ernsthaft angelaufen, und glaubt man den Medienberichten, ist die Kurie der Kardinäle offen für eine überraschende Kandidatenentscheidung. Aber vor diesem Kandidaten dürfte auch der liberalste Kardinal zurückschrecken: In einer Anzeige im "Irish Examiner" präsentiert sich Ryanair-Chef Michael O'Leary wild grinsend und als Papst verkleidet mit der Ankündigung "O'Leary verlässt Ryanair für einen neuen Job". Ryanair hat auch schon in der Vergangenheit, ähnlich wie Sixt in Deutschland, Ereignisse des öffentlichen Lebens zur Werbung für die eigenen Dienstleistungen genutzt. Die inhouse entwickelten Motive sind dabei bewusst auf maximale Provokation ausgelegt. Mit der neuesten Anzeige, die für billige Flüge nach Rom wirbt, spricht O'Leary allerdings ein Thema an, das in seinem tiefkatholischen Heimatland besonders brisant ist.

In wenigen anderen Ländern Europas spielt die katholische Kirche im Alltag der Bürger eine ähnlich große Rolle wie in Irland. Daher gehört der spektakuläre Rücktritt von Papst Benedikt hier zu den besonders aufmerksam beobachteten internationalen Entwicklungen. O'Leary kann sich gegen etwaigen Kritikern allerdings zumindest mit dem Hinweis wehren, dass er mit seinem Auftritt einen Beitrag zur Wahl leistet. Denn in Vorbereitung zur Wahl seines Nachfolgers hat Papst Benedikt die regeln geändert und betimmt, dass alle Kardinäle auch in Rom anwesend sein müssen, wenn sie wählen wollen. Ein Schnäppchenflug nach Rom zu 29 Euro kommt da durchaus gelegen. cam
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