Prognose: Werbebranche muss sich für 2002 auf Null-Wachstum einstellen

Mittwoch, 05. Dezember 2001

In der derzeitigen Werberezession sehen die Media-Experten von Zenith Optimedia ein erstes Licht am Ende des Tunnels: Nach einem Null-Wachstum der globalen Werbeausgaben im kommenden Jahr geht es 2003 wieder aufwärts - so prognostiziert es zumindest ihr neuer Report "Advertising Expenditure Forecasts".

355 Milliarden Euro werden die Unternehmen in diesem Jahr für Werbung in den klassischen Medien ausgeben, das sind 3,4 Prozent weniger als 2000. Erst im 4. Quartal 2002 ist mit der beginnenden Erholung zu rechnen; fürs Gesamtjahr erwartet Zenith dann gut 357 Milliarden Euro Werbespendings. 2003 sollen über 370 Milliarden Euro ausgegeben werden. Nur das Internet wächst kontinuierlich - auch in diesem Jahr etwa um knapp 11 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro.

Mit den aktuellen Zahlen muss sich Zenith selbst korrigieren: Noch vor einem Jahr hatte man davon gesprochen, dass dem Werbeboom im Jahr 2000 ein robustes Wachstum 2001 folgen werde. Mit dieser Voraussage hatten die Experten gründlich daneben gelegen, denn allein bis zum September dieses Jahres mussten sie ihre Prognosen viermal nach unten korrigieren.

Die aktuelle Prognose sieht real, also preisbereinigt nach Abzug der Inflationsrate, in diesem Jahr sogar ein Minus von 5,8 Prozent vor. Auch für das kommende Jahr ist inflationsbereinigt noch keine durchgreifende Besserung in Sicht. Der Rückgang der globalen Werbeausgaben soll 2002 real aber nur noch 1,3 Prozent betragen.
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