Prognose 2012: Deutschland profitiert kaum von globalem Werbeplus / Print verliert weiter

Montag, 27. Februar 2012
Verteilung der Mediaspendings im Vergleich (Zum Vergrößern bitte anllicken)
Verteilung der Mediaspendings im Vergleich (Zum Vergrößern bitte anllicken)

Das ist eine Aussage: Die amerikanischen Marktforscher von Strategy Analytics erwarten, dass die gobalen Werbeausgaben in diesem Jahr auf 465,5 Milliarden US-Dollar ansteigen werden. Das wäre gegenüber dem vergangenen Jahr ein Plus von 4,9 Prozent.  Das geht aus dem aktuellen Global Advertising Forcast hervor. Allerdings wird der deutsche Werbemarkt vom Geldregen der Unternehmen nur wenig profitieren. Hierzulande beziffern die Markforscher die Spendings auf 25,4 Milliarden US-Dollar. Das wäre ein  Prozent mehr als 2011. Kaum tröstlich: Im vergangenen Jahr waren die Werbeausgaben gerade mal um 0,6 Prozent angestiegen. 

Bei den Analysen der Amerikaner fällt zudem eines auf. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland mit seinem minimalen Plus in diesem Jahr unter ferner liefen. Für das restliche Europa erwarten die Markforscher ein Plus von 3,7 Prozent auf 136,3 Milliarden US-Dollar. Zwar fallen Länder wie Spanien, Griechenland und Italien nahezu als Motor aus, dafür sollen aber die Spendings in der Türkei sowie Russland kräftig ansteigen. Bei den Gattungen gibt es hingegen ein Hoffnungsschimmer für Print. Laut dem Forcast sollen die Printausgaben weltweit um ein halbes Prozent ansteigen, in Deutschland allerdings um 2,4 Prozent fallen. Trotzdem ist das kein Abgesang auf Printwerbung. "Deutschland liegt weiterhin vorne, wenn es um die Ausgaben in Print geht - dort liegt der Anteil bei etwa 48 Prozent, verglichen mit 31 Prozent in Europa und 26 Prozent weltweit", sagt Ed Barton. Und der Direktor für Digitale Medien-Strategien bei Strategy Analytics geht noch einen Schritt weiter: "Deutschland wird eines der wenigen Ländern sein, das nicht dem Trend folgen wird, bei dem Online Print in den nächsten fünf Jahren überholt.

Gleichwohl erwartet er in Deutschland eine Zunahme der Onlinespendings um knapp 10 Prozent, weltweit klettern diese um fast 13 Prozent auf 83,2 Milliarden US-Dollar. Vor allem in den Emerging Markets werden die Unternehmen mehr Geld in soziale Netzwerke und Online-Videos stecken. Für TV hingegen prognostizieren die Experten einen globalen Anstieg der Spendings um 5 Prozent. In Deutschland hingegen bleibt der große Wachstumssprung aus. Hier bleiben die Werbeinvestitionen mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent stabil. mir
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