Profiligen gründen Megaverband

Donnerstag, 26. November 2009
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ist zum Sprecher der IPD ernannt worden
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ist zum Sprecher der IPD ernannt worden
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Die Topligen des deutschen Profisport haben sich zur Initiative Profisport Deutschland (IPD) zusammengeschlossen. Damit besitzen die Beko Basketball Bundesliga (BBL), die Deutsche Eishockey Liga (DEL), die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und die Toyota Handball-Bundesliga (HBL) ein gemeinsames Sprachrohr, um den Interessen des Profisports in der Politik mehr Gewicht zu verleihen. "Der Profisport in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Wachstumsbranche geworden, die nicht nur zur Unterhaltung beiträgt, sondern darüber hinaus Werte vermittelt, Arbeitsplätze schafft und in großem Umfang Steuern zahlt. Eine so positive Entwicklung im Sinne der Allgemeinheit ist aber kein Naturgesetz", sagt DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, der als Sprecher der Initiative fungieren wird. Um weiterhin faire Rahmenbedingungen zu haben, wolle man den Dialog mit der Politik intensivieren, so Seifert weiter. Sein Stellvertreter ist Jan Pommer, Geschäftsführer der Beko BBL. Die Besetzung dieser Position soll jedes Jahr wechseln.

Jan Pommer, Geschäftsführer der Beko BBL, wird sein Stellvertreter
Jan Pommer, Geschäftsführer der Beko BBL, wird sein Stellvertreter
Zu den konkreten Problemfeldern, die die IPD ab sofort angehen will, zählen unter anderem der Kampf gegen die digitale Piraterie, die Schaffung eines Veranstalterrechtes und die Neuordnung des Wettmarktes, um diesen insbesondere auch für den Amateursport zu öffnen. "Das Wettmonopol hat nicht dazu beigetragen, den Wettskandal zu verhindern. Die jetzige Situation hat nur Verlierer", so Pommer angesichts der Manipulationsaffäre im Fußball. Er bringt die Zulassung privater Wettanbieter unter strenger staatlicher Kontrolle ins Gespräch: "Wir wollen eine Neuordnung des Wettmarktes mit Transparenz und legalen Möglichkeiten. Dabei denken wir auch an Abgaben für den Breitensport."

Die IPD stehe für rund 50 Millionen Fans, einen Jahresumsatz von über 2,2 Milliarden Euro sowie 42.000 Arbeitsplätze an 60 Standorten im gesamten Bundesgebiet.

Zum Deutschen Olympischen Sportbund soll die Vereinigung keine Konkurrenz darstellen. Der DOSB wurde vorab informiert und soll in die Verbandsarbeit einbezogen werden.  jm
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