Procter & Gamble bindet PR enger an das Marketing

Freitag, 25. Mai 2012
Die Konzernzentrale von P&G
Die Konzernzentrale von P&G


Der Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble nutzt das Ausscheiden von Christopher Hassall, Global External Relations Officer, um den von ihm betreuten 1200 Mitarbeiter starken Unternehmenbereich stärker auf eine Marketingrolle auszurichten. Ab dem 1. Juli ist der Bereich External Relations direkt Global Brand-Building Officer Marc Pritchard unterstellt und umfasst nur noch drei Bereiche: Corporate Communications, Brand Communications und Consumer Relations.
Mit der Umstrukturierung schrumpft die Organisation auch auf 800 Mitarbeiter. Diese Reduktion erfolgt allerdings nicht über Entlassungen sondern über die Auslagerung zweier Kommunikationsabteilungen in andere Unternehmensbereiche. Die Abteilung Government Communications, der die Beziehungen zu politischen Entscheidungsträgern organisiert, wird der Rechtsabteilung zugeordnet. Die Abteilung Regulatory & Technical Communications, ist ab dem 1. Juli dem Bereich Forschung und Entwicklung zugeordnet.

Die Maßnahme wird von Branchenkennern als Schritt gewertet, das Marketing durch eine stärkere Einbindung der PR-Profis zu stärken. Wie das Werbefachblatt "Ad Age" berichtet, erwartet sich Marketing-Chef Pritchard, dass auf diese Weise das P&G-Marketing durch eine externe Perspektive belebt werde. P&G findet seine Marketingmanager traditionell innerhalb des eigenen Unternehmens, während PR-Kräfte oft außerhalb rekrutiert werden. In den vergangenen Monaten war der Konzern wiederholt dafür kritisiert worden, dass er zu sehr auf historisch bewährte Strategien vertraue.

Die Umstrukturierung betrifft auch die Deutschlandzentrale in Schwalbach. Hier sind insgesamt 20 Mitarbeiter betroffen. cam
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