Private Equity will "Heuschrecken"-Image loswerden

Donnerstag, 25. Januar 2007

Die als "Heuschrecken" verschrieenen Private-Equity-Firmen wollen eine eigene Lobbygruppe gründen. Mehrere der weltweit größten Finanzinvestoren arbeiten bereits an einer Interessenvertretung in Deutschland, berichtet die "Financial Times Deutschland". Ein festes Konzept soll es aber noch nicht geben. Initiator ist Apax-Deutschlandchef Michael Phillips, der auch im Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften sitzt - in dem er die Interessen der großen Investoren allerdings nicht ausreichend berücksichtigt sieht. Mit der Kommunikations-Offensive wollen die Unternehmen vor allem ihr Image bei den Politikern verbessern. SPD-Mann Franz Müntefering hatte Firmen wie Apax 2005 als "Heuschrecken" bezeichnet, die über die deutschen Unternehmen herfielen, sie abgrasten und dann weiterzögen. Zuletzt machten hierzulande die Private-Equity-Häuser KKR und Permira Schlagzeilen, als sie die Mehrheit an der Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe erworben haben. mh

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